Hoch her ging es am Mittwoch im Kühbacher Rathaus. Bereits am Morgen kam eine Delegation der Grund- und Mittelschule mit jeweils zwei Vertreterinnen und Vertretern aus allen Jahrgangsstufen, um ihre Anliegen und Vorstellungen für die künftige Gestaltung der Kühbacher Ortsmitte vorzutragen. Die Diskussion war intensiv und ideenreich.
Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Marktgemeinderat mit dem Thema „Innerortsbereich“ und der künftigen Nutzung des „Schmaus-Anwesens“, das der Markt erworben hat. Bereits im vorgelegten Drehbuch zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hatte sich die Gemeinde das Ziel gesetzt, die soziale Infrastruktur zu stärken und den Ortskern noch attraktiver zu gestalten. Nachdem nun die ersten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Zum Schmausn” vorliegen und die Mehrfachbeauftragung zur Marktplatzsanierung abgeschlossen sind, geht das Großprojekt in die nächste Phase.
Ortsmitte Kühbach: Alle dürfen mitreden
Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher lud Schulkinder, Senioren, Vereine und Gewerbetreibende sowie die breite Bürgerschaft in fünf Gruppen ins Rathaus ein. Ziel war es, allen Generationen die Möglichkeit zu bieten, eigene Ideen und Vorschläge vorzutragen. „Das Ergebnis der Planung wird uns alle Jahrzehnte lang begleiten. Deshalb ist es wichtig, so viele Ideen und Meinungen wie möglich in die Planung und Umsetzung aufzunehmen“, sagte Kerscher. Geschäftsleiterin Annalena Metschke organisierte deshalb einen Tag im Rathaus, der dies ermöglichte.
Die beauftragte Fachplanerschaft, bestehend aus dem Architekturbüro Schrammel Stadtplanung GmbH & Co. KG und der Toponauten GmbH, stellte die verschiedenen Möglichkeiten vor. Es blieb viel Raum für Fragen, Anregungen und Meinungen. Fas Begegnungs- und Gesundheitszentrum, das aus dem „Schmaus-Anwesen“ entstehen soll, bot besonders viel Diskussionsstoff. Die Vorschläge der Besucherinnen und Besucher reichten von einem Kino über Schnellimbissrestaurants bis zu einer Eisdiele und vieles mehr.
Für die Möglichkeit zur Beteiligung gab es viel Lob. Den Planern zufolge ist es nicht selbstverständlich, dass Kommunen bei Projekten dieser Art eine so große Plattform für individuelle Vorschläge bieten. Felix Metzler (Toponauten GmbH) resümierte den Tag positiv: „Das Thema Parkplätze wurde am häufigsten genannt und beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger am meisten.“ Auch Stefan Schrammel vom Architekturbüro zeigte sich erfreut über die Ergebnisse. Das Schmausn-Anwesen sei auf großes Interesse gestoßen. Er bezeichnete es als bemerkenswert, „dass sich viele Anliegen und Ideen generationenübergreifend decken. Nun gilt es, den Input des Tages auszuwerten“.
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