Mit einer knappen Mehrheit von 6:5 Stimmen kippte der Gemeinderat am Dienstagabend einen Bauantrag, der als „Tektur“ gekennzeichnet war, also eigentlich nur eine Änderung darstellte. Doch diese Änderung war weitreichend. Denn aus sieben geplanten Wohneinheiten sollten nun zehn werden.
Die Planung für das Vorhaben in der Stefanstraße wurde im Juni 2022 eingereicht. Der Bauherr plante die drei Wohneinheiten zusätzlich, ohne den Grundriss des Hauses zu ändern. Ursprünglich sollten sich Wohnungen über mehrere Etagen erstrecken. Das ist in der neuesten Planung nicht mehr der Fall, sodass Platz für drei weitere Wohnungen ist. Hinzu kommen weitere Stellplätze an der Ostgrenze des Grundstücks und in der Tiefgarage. Weitere Änderungen bezogen sich auf die Größe von Balkonen und Terassen und die Form der Dachgauben. Anstelle von Schlepp- sollten Spitzgauben entstehen. Doch warum verweigerte das Gremium das gemeindliche Einverständnis?
Für Gemeinderat Johannes Asam war der Baukörper zu wuchtig. Hans Greppmeier sah die Gefahr steigen, dass trotz der Stellplätze mehr auf der Straße geparkt werde. Peter Liebl kritisierte, dass nur daran gedacht werde, Geld aus einem Objekt zu holen und sagte: „Schön ist was anderes.“ Weitere Gegenstimmen kamen von Markus Weber, Simon Achter und Christoph Schweizer. Da Bürgermeister Jürgen Hörmann nach wie vor krankheitsbedingt und auch Lorenz Mahl entschuldigt fehlten, unterlagen die Räte, die den Tekturantrag genehmigt hätten.
Zwei weiteren Bauanträgen stimmt der Gemeinderat zu
Zwei Gegenstimmen – von Manfred Kern und Johannes Asam – gab es zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Zahlinger Straße. Auch ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 88 Quadratmetern in der Schlossstraße erhielt grünes Licht.
Zuschuss für Caritas: Einstimmig beschlossen wurde, der Caritas einen Zuschuss in Höhe von 1872,20 Euro zu gewähren. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde auch die Spendenannahme in Höhe von 300 Euro. Die Musiker Martin Weiß, Ludwig Rast, Anton Rast, Wolfgang Glas, Herbert Tomschi und Heinz Neumann spendeten ihre Gage, die sie für ihren Auftritt beim Gemeinschaftsabend mit der Partnergemeinde aus dem Burgenland erhalten hatten, an die Kindertagesstätte Abenteuerland.
Engagement für Kinder: Dritter Bürgermeister Stefan Asam informierte über das Ferienprogramm mit 24 Programmpunkten. Binnen kurzer Zeit seien fast alle Plätze belegt gewesen, wofür er Simon Achter dankte. Für die Mithilfe beim Kinderspielplatz in der Straße Am Weiher dankte Schulz engagierten Anwohnern, die mitgeholfen hatten. Der Spielplatz sei nun freigegeben.
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