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Rehling/Aichach: In Hessen und Baden-Württemberg schon verbreitet: Jäger in Sorge vor der Schweinepest

Rehling/Aichach

In Hessen und Baden-Württemberg schon verbreitet: Jäger in Sorge vor der Schweinepest

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    Die Kreisgruppe Aichach der Jagdschutz- und Jägervereinigung sorgt sich vor der Schweinepest. Der Landkreis Aichach-Friedberg hat bereits Maßnahmen getroffen.
    Die Kreisgruppe Aichach der Jagdschutz- und Jägervereinigung sorgt sich vor der Schweinepest. Der Landkreis Aichach-Friedberg hat bereits Maßnahmen getroffen. Foto: Nadine Hikel

    Von Angst zu sprechen, das wäre doch ein bisschen zu hoch gegriffen. Sorge war aber schon zu spüren bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Aichach des Jagdschutz- und Jägervereins zusammen mit der Pflichthegeschau, die am Samstag in Rehling im Gasthof zum Wirt stattfand. Sorge davor, dass die Afrikanische Schweinepest früher oder später auch in unserer Region ausbrechen könnte. In Hessen und Baden-Württemberg ist das bereits der Fall. Verschiedene Redner gingen auf dieses Thema ein.

    Als Vorsorgemaßnahme hat der Landkreis bereits drei Tonnen aufstellen lassen, in denen infizierte Tiere nach ihrem Tod entsorgt werden könnten. Darüber informierte Johann Greppmeier, der im Landratsamt die Untere Jagdbehörde leitet. Er ging außerdem auf die Präsentation der Gehörner ein. Seinen Aussagen zufolge wurden im vergangenen Jahr 767 Böcke erlegt, 102 dieser Tiere starben im Straßenverkehr oder durch Krankheit. Der Abschussplan sah 772 Stück vor. Im Landkreis Aichach-Friedberg zählt man derzeit 935 Jäger, das entspricht 6,82 pro 1000 Einwohner. Man spüre landesweit eine Tendenz, dass verstärkt Frauen auf die Jagd gehen. Bei der Versammlung in Rehling, die wie gewohnt von den Jagdhornbläsern unter der Leitung von Berthold Obermair umrahmt wurde, waren die Frauen bei über 100 Teilnehmern aber deutlich in der Unterzahl.

    Dr. Herbert Pfaffenrath steht in Aichach an der Spitze des Veterinäramts. Er teilte mit, dass die Maßnahmen, die man in Franken in die Wege geleitet hat, um die Wildschweine vor der Schweinepest zu bewahren, „gut laufen“. Und was passiert, wenn sie doch bei uns auftreten sollte? „Dann“, so der Fachmann, „brauchen wir Sie als Jäger und Revierinhaber, um die Kadaver zu entsorgen.“ Er berichtete von drei Fällen, in denen Hasenpest zu verzeichnen war. Die könne auch auf Menschen übertragen werden.

    Jagdgesetz, Schweinepest, Hegeschau: Das beschäftigt die Kreisgruppe Aichach des Jagdschutz- und Jägervereins

    Mehrere Male wurde bei dieser Veranstaltung das bayerische Jagdgesetz angesprochen. Hier läuft gerade eine Novellierung, daher hat sich der Bayerische Landtag vor einigen Tagen in erster Lesung damit befasst. Nun können sich die verschiedenen Ausschüsse damit auseinandersetzen, ehe eine Änderung beschlossen werden soll. Fred Steinberger, der Bezirksvorsitzende im Bayerischen Jägerverband, verdeutlichte, dass man sich mit einigen Jagdzeiten in der vorgeschlagenen Form nicht einverstanden erklären könne: „Ich hoffe, dass die nächste Lesung diese Dinge berücksichtigt.“ Peter Tomaschko, Landtagsabgeordneter der CSU, lobte den Einsatz für Natur-, Arten- und Umweltschutz. Dieses Gesetz wecke viele Emotionen: „Das zeigt, wie wichtig die Jagd in Bayern ist.“

    Der Obmann des Bayerischen Bauernverbands, Wolfgang Teifelhart, verteidigte die Hegeschau, die gelegentlich kritisiert wird. Sie sei Ausdruck von Verantwortung für Wild und Feld. Der Merchinger ging kurz auf die Saatkrähen ein, die im Süden des Landkreises weit verbreitet sind, und auf die vielen Graugänse speziell im Lech. Joachim Hochrein, der erste Vorsitzende der Aichacher Jäger, betonte: „Die Jägerschaft steht zu 100 Prozent hinter der Bauernschaft.“ Am Ende merkte er an, dass ihm und den anderen Jägern ein respektvoller Umgang mit den Tieren wichtig sei. Franz Rieber, seit sechs Jahren der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, ging unter anderem auf die Naturschutzwacht ein, in der sich Ehrenamtliche engagieren.

    Silke Schweizer, die Schriftführerin im Jägerverein, trug Zahlen vor, die ihr von der Aichacher Polizei übermittelt worden. Im Schnitt kommt es knapp 1000-mal im Jahr zu Wildunfällen, 2025 wurden 995 registriert. In 16 Fällen sahen sich Aichacher Polizisten dazu veranlasst, gegen Wild Waffen einzusetzen.

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