Der Aindlinger Marktlauf ist weit mehr als ein Sportereignis
Laufsport
Der Aindlinger Marktlauf ist weit mehr als ein Sportereignis
Mehr als 350 Läuferinnen und Läufer nehmen an der zehnten Auflage teil. Rund um die Strecke herrscht Volksfeststimmung. Das Finish des Hauptlaufs ist bemerkenswert.
Lieferten sich einen packenden Zweikampf und querten gemeinsam die Ziellinie: Michael Sassnink (links) ließ Yannick Nätscher den minimalen Vortritt.Foto: Frank Bielichen
Mit tausenden Schritten, begeisterten Teilnehmern und dicht gesäumten Zuschauerreihen rund um den Marktplatz hat der zehnte Aindlinger Marktlauf am Sonntag eindrucksvoll bewiesen, welchen Stellenwert die Veranstaltung inzwischen in der Region erreicht hat. Von den ersten Starts am Vormittag bis zur letzten Siegerehrung am Nachmittag stand ganz Aindling im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und ehrenamtlichem Engagement.
Bereits am frühen Vormittag herrschte im Bereich des Rathauses reger Betrieb. Dort wurden die Startunterlagen ausgegeben, während sich auf dem Marktplatz Teilnehmer, Familien und Zuschauer auf die bevorstehenden Wettbewerbe einstimmten. Kurz vor den jeweiligen Starts sorgten gemeinsame Warm-ups für die richtige Betriebstemperatur bei den insgesamt 363 Läuferinnen und Läufern aller Altersklassen.
Sportlicher Höhepunkt des Tages war der erstmals ausgetragene Halbmarathon über 21,1 Kilometer. Die abwechslungsreiche Strecke rund um Aindling mit unterschiedlichen Untergründen und leichtem Höhenprofil verlangte den 35 Teilnehmern und 15 Teilnehmerinnen einiges ab. Bei den Damen gewann Elisabeth Gamperl (W40) mit einer Zeit von 1:41:14 Stunden vor Anika Nefzger (HK-W/1:46:25) und Hannah Sassnink (W40/1:48:47). Bei den Herren kam Alex Bichler (M40) nach starken 1:26:52 Stunden ins Ziel. Patrick Riemer (M30/1:32:10) wurde Zweiter, Simon Blösch (HK-M/1:32:27) Dritter.
Daneben gingen zahlreiche Sportler beim Hauptlauf über zehn Kilometer sowie beim Hobbylauf und Nordic Walking über fünf Kilometer an den Start. Im Hauptlauf gab es ein Fotofinish: Yannick Nätscher (M35) und Michael Sassnink (M45) kamen zeitgleich nach 39:31 Minuten an. Sassnink ließ Nätscher den minimalen Vortritt. Jacob Plöckl (HK-M/41:01) wurde Dritter. Die Damenkonkurrenz entschied Julia Grammer (W35) in einer Zeit von 45:41 Minuten für sich. Es folgten Karina Bichler (W35/47:57) und Emma Egger (HK-W/50:16).
Die schönsten Bilder vom Marktlauf in Aindling 2026
Mit tausenden Schritten, begeisterten Teilnehmern und dicht gesäumten Zuschauerreihen rund um den Marktplatz hat der zehnte Aindlinger Marktlauf am Sonntag eindrucksvoll bewiesen, welchen Stellenwert die Veranstaltung inzwischen in der Region erreicht hat. Von den ersten Starts am Vormittag bis zur letzten Siegerehrung am Nachmittag stand ganz Aindling im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und ehrenamtlichem Engagement.
Besonders lebhaft wurde es am Nachmittag bei den Kinder- und Jugendläufen. Deutlich wurde dabei erneut, wie stark sich gerade der Nachwuchsbereich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Bereits 2022 hatte es erstmals mehr Kinderanmeldungen als Starts bei Erwachsenen gegeben – auch beim Jubiläumslauf prägten die jungen Läufer das Bild auf der Strecke entscheidend mit.
Großen Beifall erhielt außerdem das Kinderwagenrennen. Beide Wettbewerbe machten deutlich, dass beim Aindlinger Marktlauf nicht allein Zeiten und Platzierungen zählen, sondern vor allem das gemeinsame Erlebnis.
Die Kinder prägten das Bild auf der Strecke einmal mehr entscheidend mit. Mit 183 Starts lagen sie knapp vor den Erwachsenen (180).Foto: Albertine Ganshorn
Für Gesprächsstoff sorgte allerdings die Entscheidung, bei den Kinderläufen auf eine klassische Siegerehrung zu verzichten. Die Meinungen der Eltern gingen dabei auseinander. Während manche den fehlenden Wettbewerbsgedanken bedauerten, zeigten sich andere erleichtert über den bewussten Fokus auf das gemeinsame Mitmachen. Die Kinder selbst freuten sich am Ziel vor allem über ihre Finisher-Medaillen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt.
Rund um die sportlichen Wettbewerbe herrschte auf dem Marktplatz den ganzen Tag über Volksfestatmosphäre. Die Showtanzgruppe aus Neukirchen begeisterte mit schwungvollen Choreografien und akrobatischen Einlagen. Viel Aufmerksamkeit erhielt zudem die Vorführung des SV Handzell, der mit „Fitness Power Jumping“ gelenkschonendes Trampolintraining präsentierte. Für Kinder gab es Straßenmalerei, Kinderschminken und eine Hüpfburg. Für die Teilnehmer standen zudem Umkleiden und Duschen in der Turnhalle der Mittelschule zur Verfügung. Auch ein Massageangebot wurde gerne genutzt.
Mehrere Tanzgruppen heizten dem Publikum ein.Foto: Albertine Ganshorn
Der soziale Gedanke spielte erneut eine wichtige Rolle. Für jeden Finisher wird traditionell ein Beitrag gespendet, der in diesem Jahr den Aindlinger First Respondern zugutekommt. Dass hinter einer Veranstaltung dieser Größenordnung enorme Organisation steckt, zeigte sich ebenfalls deutlich. Mehr als 60 ehrenamtliche Helfer sorgten entlang der Strecke, an den Verpflegungsständen und im gesamten Veranstaltungsbereich für einen reibungslosen Ablauf. Die Veranstalter dankten ebenso den zahlreichen Sponsoren, ohne deren Unterstützung der Jubiläumslauf nicht möglich wäre.
Beeindruckend fällt inzwischen auch die Gesamtbilanz der vergangenen neun Veranstaltungsjahre aus: Seit 2016 sind 1814 Erwachsene und 1294 Kinder zusammen insgesamt 16.350 Kilometer gelaufen.
Mit seinem zehnten Lauf hat sich der Aindlinger Marktlauf endgültig als weit mehr als nur ein Sportereignis etabliert. Er ist Treffpunkt für Familien, Bühne für Vereine und Ausdruck eines starken Gemeinschaftsgefühls geworden – und genau das war am Sonntag in ganz Aindling deutlich zu spüren.
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