Wenn im Spielbericht des BFV zwei Tore in den Minuten 90.+37 und 90.+40 fallen, ist das dazugehörige Spiel mit Sicherheit nicht nach den Vorstellungen der beteiligten Mannschaften gelaufen. So auch beim 2:2-Unentschieden zwischen dem TSV Sielenbach und dem TSV Pfersee am Sonntagnachmittag. Mehrere teils schwere Verletzungen hatten für die beinahe Dreiviertelstunde lange Nachspielzeit gesorgt.
Dabei war die Partie nicht einmal ruppig, wie Ruscheweyh sagt. So kam es bereits in der zehnten Minute bei einem Luftzweikampf zu einer gebrochenen Sielenbacher Nase. Noch vor der Pause sorgte Maria Mair dann für die Führung der Gastgeber, als sie nach einer flachen Hereingabe einen Steckpass verwertete (37.). Nach der Pause glich Pfersee aus (63.).
Beinbruch, kaputte Nase: In Sielenbach wird fast eine Dreiviertelstunde nachgespielt
Kurz vor Ende der Partie folgte dann eine Verletzung samt Krankenwageneinsatz: Eine Spielerin des TSV Pfersee blieb unglücklich im Rasen hängen und zog sich dabei wohl mehrere Brüche im Beinbereich zu. Sielenbachs Trainerin Nina Ruscheweyh sagt: „Wir haben lange gesprochen, ob wir überhaupt noch fertig spielen. Weil es für Pfersee aber noch gegen den Abstieg geht, haben wir gesagt: ‚Ja, aber piano‘.“
So schoss Sophia Echter die Sielenbacherinnen tief in der fälligen Nachspielzeit im Kuddelmuddel nach einem Lattentreffer noch in Front (90.+37), ehe Pfersee wenige Minuten später noch mit der letzten Aktion das Unentschieden herausholte (90.+40). Ruscheweyh sagt: „Da hat die Menschlichkeit gesiegt.“
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