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Fußball: Konstanz empfängt Euphorie: Ecknach und Griesbckerzell im Stadtderby

Fußball

Konstanz empfängt Euphorie: Ecknach und Griesbckerzell im Stadtderby

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    Torhüter Robin Scheuerer (links) und der TSV Aindling wollen auch in der Landesliga zupacken. Am Freitag geht es zum Auftakt gegen Kempten. Foto: Goldberg
    Torhüter Robin Scheuerer (links) und der TSV Aindling wollen auch in der Landesliga zupacken. Am Freitag geht es zum Auftakt gegen Kempten. Foto: Goldberg Foto: Adrian Goldberg

    Die Saison startet gleich für drei heimische Mannschaften am Freitagabend. Der TSV Aindling kehrt zurück in die Landesliga. In Ecknach findet ein besonderes Derby zum Saisonstart statt.

    • LandesligaFünf Jahre wartete der TSV Aindling auf diesen Moment, am Freitag ab 19.30 Uhr ist es dann soweit, die Aindlinger kämpfen wieder in der Landesliga um Punkte. Der Gegner ist aber kein einfacher: Der FC Kempten kommt ins Lechtal. Schaut man sich die früheren Partien an, merkt man schnell, dass beide Teams gleichauf sind. In den letzten Wochen bereitete sich der TSV Aindling „gut vor“ meint Christian Adrianowytsch. „Die Vorbereitung war gut, auch wenn einige Stammspieler wegen Urlaub, Verletzungen und privater Termine gefehlt haben. Wir haben gut und intensiv gearbeitet. Wir sind für den Saisonstart sehr gut vorbereitet und fiebern den ersten Punktspielen in der Landesliga entgegen.“ Es ist schwierig, gleich in der ersten Saison in einer neuen Liga mitzuhalten, das weiß auch Adrianowytsch: „Es geht erst einmal nur um den Klassenerhalt, alles weitere wäre eine tolle Zugabe“. Auch personell hat sich bei den Lechtalern einiges verändert: Kurz vor dem Start der Punktspiele haben den TSV gleich zwei Hiobsbotschaften erreicht. Sowohl Oguzhan Karaduman als auch Gabriel Merane haben sich einen neuen Club gesucht. „Wir müssen schauen, wie wir die zwei Abgänge kompensieren können, da beide Stammspieler waren“, so Adrianowytsch, der aber auch sagt. „Die Neuzugänge sind jung und extrem talentiert. Wir werden noch Freude an ihnen haben.“ Adianowytsch sieht seine Truppe am Freitag sogar „im Vorteil“. Allerdings kommt mit dem FC Kempten eine landesligaerfahrene Truppe. Entgegengesetzt zu Aindling stieg der FCK vor sechs Jahren in die Landesliga auf. In Abstiegsgefahr gerieten die Allgäuer dabei nie, in der abgelaufenen Saison belegte Kempten Platz sechs. Die bislang letzten Duellen lieferten sich die beiden Teams noch in der Bayernliga. Im März 2008 siegte Aindling mit 2:1. (joj)
    • BezirksligaWenn um 18.30 Uhr die Bezirksliga Nord eröffnet wird, kommt es in Ecknach zu einer Premiere. Mit dem heimischen VfL und dem SC Griesbeckerzell stehen sich erstmals in der Geschichte zwei Aichacher Vereine in Schwabens höchster Spielklasse gegenüber. Jahrzehnte lang bewegte sich nur der BC Aichach auf Bezirks- und Landesebene, bis im Jahr 2017 eine Art Wachablösung folgte. Ecknach stieg in die Bezirksliga auf und war die vergangenen sechs Jahre als einziger Vertreter der Paarstadt oberhalb der Kreisliga vertreten. Dazu hat sich nun der SC Griesbeckerzell gesellt.

    Aus Ecknacher Sicht ein absoluter Gewinn für die Liga. „Mit dem Aindlinger Auf- und dem Affinger Abstieg, sind zwei Derbys weggefallen. Deshalb war es aus unserer Sicht natürlich gut, dass Zell aufgestiegen und Hollenbach heuer auch wieder dabei ist, ohne ihnen den Abstieg gewünscht zu haben“, sagt VfL-Sportchef Jochen Selig. Wenngleich ihm auch bewusst ist, dass mit den Zellern ein ernsthafter Konkurrent um die Vorherrschaft in der Stadt herangewachsen ist. „Sie waren in der Kreisliga die letzten Jahre immer vorne dabei, deshalb und auch aufgrund ihrer Qualität war der Aufstieg verdient. Gemessen am Kader und den Zahlen sind sie für uns aber kein normaler Aufsteiger“, spielt Selig auf die Punktausbeute (75) und das Torverhältnis (91:21) des Gegners in der abgelaufenen Saison an. Tatsächlich hatte in den letzten 25 Jahren mit dem TSV Aindling II (76 Punkte in der Saison 2002/03) nur ein Kreisliga-Meister am Ende mehr Punkte auf dem Konto.

    Fußball: Griesbeckerzell freut sich auf Derby in Ecknach

    Entsprechend groß ist der Respekt an der Erlenstraße vor den Gästen. Wer den Gegner nur auf dessen Torjäger Sebastian Kinzel beschränke, mache laut Ecknachs Spielertrainer Michael Eibel einen großen Fehler. „Zell ist nicht nur Kinzel, mit einem allein steigst du nicht so überzeugend auf. Natürlich hat er in der Spielvorbereitung eine Rolle gespielt, aber nicht mehr als viele andere Dinge auch“, so der 30-jährige. Zell sei unter anderem auch defensiv „extrem stabil“, was sich auch in der Vorbereitung zeigte, wo der SC in fünf Spielen dreimal ohne Gegentor blieb. Trotz aller Hochachtung für den Gegner ist Eibel aber durchaus bewusst, dass sein VfL in der öffentlichen Wahrnehmung als leichter Favorit in die Partie gehen wird. „Das ist auch absolut in Ordnung. Wir sind ein etablierter Bezirksligist und spielen zuhause. Unser Anspruch ist es, dieses Spiel zu gewinnen.“ Für dieses Vorhaben steht Eibel nahezu das gesamtes Personal zur Verfügung. Jonas Schwaiger (Syndesmosebandriss) wird sicher fehlen, für Lukas Wiedholz, der einen Muskelfaserriss auskuriert hat, kommt das Spiel vermutlich zu früh. Daniel Framberger, der Anfang der Woche etwas kränkelte, dürfte ebenso einsatzbereit sein wie Serhat Örnek, der die halbe Vorbereitung wegen Schmerzen in den Adduktoren verpasste. (jng)

    Groß ist die Vorfreude auch im Zeller Lager. „Die ist sogar riesig. Wir sind heiß auf das Spiel und wollen im Derby gleich punkten“, so SCG-Spielertrainer Matthias Kefer, der vor der Ecknacher Offensive warnt: „Mit der Rückkehr von Framberger hat Ecknach natürlich eine brutale Offensive. Darauf werden wir uns einstellen. Ohnehin ist aber klar, dass wir in der Bezirksliga mehr verteidigen müssen als in der Kreisliga.“ Beide Team kennen sich gut. Die Zeller Zweite und die Ecknacher Dritte bilden eine Spielgemeinschaft. Letztmals in einem Punktspiel standen sich die beiden Kontrahenten 2017 in der Kreisliga Ost gegenüber. Dank eines 4:0 feierte der VfL die Meisterschaft. Im Winter hatte Zell in einem Testspiel mit 2:0 die Nase vorne. „Das wird ein anderes Spiel werden. Der Respekt auf beiden Seiten ist zwar groß, aber es wird dennoch ein hitziges Spiel werden“, so Kefer, der allerdings lieber zuhause gespielt hätte. „Das wäre noch schöner gewesen, aber die Saison mit einem Derby zu eröffnen, ist auch top.“ Fehlen werden beim Aufsteiger Manuel Schweizer (Meniskusverletzung) und Daniel Burger (Studium) sowie Nico Ertl, der sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen hat. (sry-)

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