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Hollenbach schielt aufs rettende Ufer – Aindling erwartet „harte Nuss“

Landesliga

Hollenbach schielt aufs rettende Ufer – Aindling erwartet „harte Nuss“

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    Der TSV Hollenbach (links Fatih Cosar gegen Memmingen) empfängt den FV Illertissen II.
    Der TSV Hollenbach (links Fatih Cosar gegen Memmingen) empfängt den FV Illertissen II. Foto: Siegfried Rebhan

    Auch in der Landesliga geht es in den Saisonendspurt. Am Sonntag um 15.30 Uhr empfängt der TSV Hollenbach den FV Illertissen II zum drittletzten Saisonspiel. Bereits am Samstag (14 Uhr) ist der TSV Aindling beim TSV Rain gefordert.

    Bestens rehabilitiert kehrte die Burkhard/Zweckbronner-Elf zuletzt von ihrer Auswärtspartie beim FC Memmingen II zurück. Nachdem sie am Mittwoch zuvor nach einer vor allem im ersten Durchgang katastrophalen Darbietung mit 2:5 gegen Tabellenschlusslicht Oberweikertshofen den Kürzeren gezogen hatte, schien auch für den TSV Hollenbach der Direktabstieg als wahrscheinlichstes Szenario am Saisonende. Der Erfolg in Memmingen war deshalb durchaus überraschend und hält Hollenbachs Chancen auf den Klassenerhalt am Leben.

    „Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Oberweikertshofen wollte die Mannschaft eine Reaktion zeigen. Das ist definitiv gelungen“, freut sich Spielertrainer Daniel Zweckbronner. So sehr sich der 35-Jährige über den Erfolg freute, ärgerte ihn die Tatsache, dass beide Gegentore erneut nach Standards zustande kamen. „Gefühlt haben wir wieder 15 Eckbälle gegen uns bekommen. Wir dürfen diese Standardsituationen erst gar nicht zulassen.“

    In der Hinrunde unterlag Hollenbach Illertissen 0:4

    Der kommende Gegner aus Illertissen wird Hollenbach wohl kaum mehr unterschätzen, zumal die Regionalliga-Reserve selbst noch im Rennen um den Aufstieg liegt. Aktuell nimmt Illertissen Rang sechs ein, hat nur vier Punkte Rückstand auf Platz zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Am Mittwoch unterlag die Elf von der bayerisch-baden-württembergischen Grenze dem bereits feststehenden Meister TSV Schwabmünchen im Nachholspiel knapp mit 1:2.

    Mit Illertissen erwartet Zweckbronner einen spielstarken Gegner, der das Spiel selbst kontrollieren möchte. „Das sind alles gut ausgebildete Jungs. Sie werden aus einem sicheren Kombinationsspiel heraus versuchen, schnelle Angriffe zu starten. Wir dürfen ihnen dafür nicht viel Platz lassen und werden nicht zu tief stehen“, warnt der TSV-Coach vor den Gästen, gegen die die Krebsbachtaler in der Hinrunde mit 0:4 das Nachsehen hatten. 18 verschiedene Torschützen haben die Gäste in dieser Spielzeit bereits in ihren Reihen, was sie äußerst schwer ausrechenbar macht.

    Beim TSV Hollenbach kehrt Angreifer Fabian Frieser am Sonntag zurück in den Kader. Michael Fischer, zuletzt angeschlagen, könnte auch wieder eine Alternative sein. Alan Kolacki muss nach einem Arbeitsunfall wohl weiter pausieren. Zweckbronner wird mit Blick auf das nahende Saisonende und damit auch dem Ende seines Engagements beim TSV Hollenbach etwas wehmütig: „Burki und ich wollen den Jungs bis zum Schluss Spaß vermitteln und hätten nichts dagegen, wenn wir noch die eine oder andere Trainingswoche hinten anhängen müssten“, spielt Hollenbachs langjähriger Coach auf mögliche Relegationsspiele an.

    An Rain hat Aindling schlechte Erinnerungen

    Der TSV Aindling lieferte in den vergangenen Wochen immer wieder Vorstellungen, die vorwiegend kritische Reaktionen auslösten. Nun trifft er im vorletzten Auswärtsspiel der Saison auf einen Rivalen, mit dem er nicht gerade angenehme Erinnerungen verbindet. In der Hinrunde hatte der TSV Rain am Schüsselhauser Kreuz mit 3:0 die Oberhand behalten. Es war die schlimmste Schlappe im ersten Teil der Runde, darauf antwortete die Mannschaft damals mit einer Serie von sechs Siegen am Stück.

    Die Rainer haben nach dem Abstieg aus der Bayernliga noch eine kleine Chance, über die Relegation die sofortige Rückkehr zu schaffen. In der letzten Zeit befanden sie sich ganz klar im Aufwärtstrend. Mehr als beachtlich war ihr 1:0-Heimsieg gegen den TSV Schwabmünchen, der bereits frühzeitig als Meister feststeht.

    Der TSV Aindling (links Moritz Wagner gegen Niedersonthofen) reist zum TSV Rain.
    Der TSV Aindling (links Moritz Wagner gegen Niedersonthofen) reist zum TSV Rain. Foto: Ralf Lienert

    Bei den Gästen lautet mal wieder die große Frage: Wie sieht der Kader aus? Weil zuletzt immer wieder wichtige Kräfte nicht zur Verfügung standen, musste die Mannschaft umgebaut werden. Das war nicht selten mit einer Schwächung verbunden und somit einer der Gründe dafür wurde, dass Misserfolge beinahe die Regel darstellten. Diesmal stellt sich die Lage etwas besser dar als zuletzt in Niedersonthofen (1:2). „David Burghart kann spielen“, teilt Trainer Florian Fischer mit. Der Mann auf der rechten Seite der Abwehrreihe fehlte zuletzt als Urlauber. Noah Menhart dagegen gilt es wieder in der Innenverteidigung zu ersetzen. „Er fällt leider noch aus“, so der Coach. An seine Stelle könnte erneut Benjamin Woltmann rücken, der spielende Co-Trainer.

    „Wird ‘ne harte Nuss“, urteilt Fischer über den Gegner: „Rain geht sicher als Favorit ins Spiel.“ Seine Gedanken schweifen zurück in die Vorrunde: „War eine bittere Niederlage, eine verdiente. Dementsprechend sind wir gewarnt und werden bemüht sein, es besser zu machen.“ (mit ff, nzf)

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