Bereits das erste Rennen am Samstag über acht Stunden begann mit Schwierigkeiten. Aufgrund eines Missverständnisses im Qualifying musste das Team von weit hinten starten. Zwar gelang es, sich nach dem Start kontinuierlich nach vorn zu arbeiten, doch ein weiterer Kommunikationsfehler hatte gravierende Folgen: Das Kart wurde mit zu geringem Gewicht ins Rennen geschickt, was eine dreiminütige Stop-and-Go-Strafe nach sich zog. Damit waren die Chancen auf eine vordere Platzierung frühzeitig verspielt, sodass der Fokus fortan nur noch auf den Zieleinlauf gerichtet wurde.
Deutlich besser lief es zunächst im zweiten Rennen (Teil eins) am Sonntag, das über 16 Stunden angesetzt war. Leon platzierte die Nummer 69 auf Startplatz acht nach dem Qualifying und legte einen starken Rennbeginn auf die Strecke. Auch im weiteren Verlauf überzeugten die „Racoons“ durch eine gelungene Strategie und fehlerfreie Boxenstopps. Zwischenzeitlich lag das Team sogar in Führung und durfte berechtigte Hoffnungen auf einen Podestplatz hegen.
Diese wurden jedoch zwei Stunden vor Rennende durch einen schweren Rennunfall eines jungen Fahrers jäh zunichtegemacht. Im Verlauf der darauffolgenden längeren Safety-Kart-Phase fiel die Zeitnahme aus. Nach rund eineinhalb Stunden hinter dem Safety-Kart wurde das Rennen schließlich abgebrochen. Das Reglement sah vor, den Stand zwei Runden vor der letzten gezeiteten Runde als Ergebnis zu werten – ein Zeitpunkt, zu dem sich Ehleiders Team gerade in der Box befand. Statt eines möglichen zweiten Platzes wurde das Team auf Rang sechs mit zwei Runden Rückstand gewertet. Zusätzlich bedeutete dies eine deutlich schlechtere Ausgangsposition für den abschließenden Renntag am Montag.
Mit entsprechend gedämpfter Motivation ging es in den letzten Renntag zum zweiten Teil des 16-Stunden-Rennens. Trotz kämpferischer Leistung und zwischenzeitlicher Chancen auf Platz fünf machten technische Probleme dem Team einen Strich durch die Rechnung. Zündaussetzer und ein notwendiger Vergaserwechsel während des Rennens warfen den Oberbernbacher und seine „Racoons“ weiter zurück. Am Ende stand Platz neun in der Klassenwertung zu Buche.
Trotz des unglücklichen Verlaufs zieht das Team ein insgesamt positives Fazit. „Wir haben gezeigt, welches Potenzial in uns steckt“, lautete die einhellige Meinung. Beim nächsten 24-Stunden-Rennen in Wackersdorf, dem „Bavarian24“, will man erneut zeigen, was man kann. (AZ)
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