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Landesliga: TSV Aindling nur mit Remis gegen Schlusslicht

Fußball-Landesliga

Keiner kann den Schalter umlegen: Aindling nur mit Remis gegen Tabellenletzten

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    Hoch hinaus wollte der TSV Aindling um Trainer Florian Fischer, jetzt ist die Luft im Endspurt aber raus – denn für den TSV geht es um nichts mehr.
    Hoch hinaus wollte der TSV Aindling um Trainer Florian Fischer, jetzt ist die Luft im Endspurt aber raus – denn für den TSV geht es um nichts mehr. Foto: Adrian Goldberg (Archivbild)

    Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, um das ramponierte Image ein wenig aufzupolieren. Dieses Vorhaben gelang den Landesliga-Fußballern des TSV Aindling am Freitagabend auch, aber nur in recht eingeschränkter Form. In einem Heimspiel gegen das Schlusslicht wird gemeinhin ein dreifacher Punktgewinn erwartet, es sprang jedoch beim 2:2 gegen den SC Oberweikertshofen nur ein Zähler raus. Sonderlich attraktiv war dieses Kräftemessen nicht gerade zu nennen. Die Luft ist ganz einfach raus. Und ganz offensichtlich schafft es niemand mehr, den Schalter im Aindlinger Team umzulegen.

    Es gibt verschiedene Gründe, warum es in diesen Wochen längst nicht mehr so gut läuft wie im vergangenen Herbst. Einer davon trägt den Namen Laurin Völlmerk. 2025 erzielte er 20 Treffer, in diesem Jahr nur noch vier. Das liegt sicher unter anderem daran, dass er durch Verletzungen gehandicapt ist. Typisch war dieses Mal eine Szene in der 19. Minute. In Topform hätte Völlmerk den Keeper gefragt, in welches Eck er den Ball befördern soll, ehe er im anderen Eck das Netz zum Wackeln gebracht hätte. Dieses Mal aber gelang nur ein harmloses Schüsschen.

    Nach gut einer Stunde machte Völlmerk das zweite Dutzend an Saisontreffern dennoch voll. Nico Baumeister war kaum auf dem Platz, als er den 22-Jährigen ideal anspielte und der schloss die Aktion genauso sehenswert ab. Der beste Torjäger der Liga hätte seine Ausbeute noch deutlich ausbauen können. Nach dem Ausgleich lieferte der Stürmer von der linken Auslinie eine Flanke, die Markus Kugler mit einem platzierten Kopfball zum 2:1 verwertete. Doch die Oberbayern, die nach einer Stunde in Führung gegangen waren, bewiesen, dass sie ebenfalls in der Lage sind, mit einem eingewechselten Akteur zu treffen. Bryan Stubhan spielte geschickt Torhüter Kevin Schmidt aus, ehe er den Endstand herstellte.

    „Ich bin rundum zufrieden“, konnte SCO-Trainer Paolo Maiolo feststellen: „Das war läuferisch und spielerisch top.“ Darum waren die Aindlinger auch nicht in der Lage, den Rückkehrer in die Bezirksliga in die Knie zu zwingen. „Kein besonderes Spiel von beiden Seiten“, meinte TSV-Trainer Florian Fischer und sah „ziemlich große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen“ sowie eine große Anzahl von Fehlern. Sein Wunsch, der sicher erst nach der kurzen Sommerpause in Erfüllung gehen kann: dass Leute wie David Bichlmeier in den Kader zurückkehren.

    Damit könnten die Aindlinger wieder mehr Alternativen in personeller Hinsicht haben. Denn derzeit kommt von der Bank wenig Druck auf die Fußballer, die in der Startelf stehen. Die war wie erwartet gegenüber dem Auftritt in Rain nur einmal verändert worden, weil Ibrahim Neziri diesmal den angeschlagenen Nico Gastl ersetzte. Neziri musste ebenfalls verletzt den Platz verlassen, Leon Göttinger erging es nicht besser. Und Benjamin Woltmann fehlte aus beruflichen Gründen. Für Stimmung sorgte wieder einmal nur eine Gruppe junger Fans, die sich seit geraumer Zeit auf der nördlichen Seite des Stadions postiert hat. Ansonsten nahmen die wenigen Besucher das Geschehen weitgehend unkommentiert zur Kenntnis.

    TSV Aindling: Schmidt, Burghart, Stoll, Ruppenstein, Göttinger (85. Gießer), Schöttl, Wagner, Müller (66. Thang), Neziri (62. Baumeister), Kugler, Völlmerk.
    Tore: 0:1 Sdzuy (60.), 1:1 Völlmerk (62.), 2:1 Kugler (65.), 2:2 Stubhan (80.). – Schiedsrichter: Albegger (SV Waldeck-Obermenzing). – Zuschauer: 92.

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