Letzter Fußball-Spieltag: Hier fallen die wichtigsten Entscheidungen für die Teams aus Aichach-Friedberg
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Letzter Spieltag: Hier fallen die wichtigsten Entscheidungen für die Teams aus Aichach-Friedberg
In der Kreisliga Ost kämpft ein Trio um den direkten Klassenerhalt. In der Kreisklasse Aichach trennt die Kontrahenten um Platz zwei ein einziges Tor. Spannend sind auch die A-Klassen.
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Stefan Asam und der BC Adelzhausen hoffen, den Absturz in die Kreisklasse auch ohne den Umweg Relegation zu verhindern.Foto: Reinhold Rummel
Die WM rückt mit großen Cowboystiefel-Schritten näher. Doch ehe das infantinöse Event mit seiner fanunfreundlichen Ticket-Politik und bedingungslos Trump-freundlichen Außenpolitik die Bühne übernimmt, steht noch einmal der Fußball im Mittelpunkt. Der echte, ungeschminkte Fußball, in dem auf Dorfplätzen um Titel und gegen Abstiege gekickt und gekämpft wird. Ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen am letzten regulären Spieltag auf Kreisebene.
Kreisliga Ost
Die Bühne wäre bereitet gewesen fürs große Herzschlagfinale um den Titel. Doch nun trennen den BC Aichach und Meister FC Affing vor dem direkten Duell sieben Punkte. Für Aichach wird es darum gehen, möglichst ausgeruht und ohne Ausfälle ins Relegationsspiel am Mittwoch gegen den FC Tur Abdin zu gehen (18.30 Uhr, Affing). Rechenschieber und Standleitung zu den anderen Plätzen sind indes im Kampf um den direkten Klassenerhalt gefragt. FC Rennertshofen (12./33 Punkte), BC Adelzhausen (13., 31) und SV Echsheim-Reicherstein (14., 30) – einer aus diesem Trio darf am Samstag den Verbleib in der Oststaffel feiern. Den anderen beiden droht eine möglicherweise extra-ausgedehnte Extraschicht.
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Das Adelzhausener Schicksal hängt nicht allein am Ausgang des Duells mit dem FC Gerolsbach. Es entscheidet sich auch 14 Kilometer vom Stadion am Römerweg entfernt. Die bereits abgestiegenen Sportfreunde Friedberg empfangen Rennertshofen. „Die Chance, dass Friedberg gewinnt, ist relativ klein“, befürchtet BCA-Spielertrainer Jürgen Lichtenstern. Trotzdem, so betont er, sei es „wichtig zu gewinnen, damit Echsheim nicht vorbeiziehen kann“. Schließlich muss der 14. gleich am Dienstag gegen sein Pendant aus der Kreisliga Augsburg, den SV Schwabegg, antreten. Der Verlierer ist Kreisklassist, der Sieger muss gegen Gold-Blau oder Türkspor Augsburg II weiter zittern. Der 13. der Kreisliga Ost hingegen trifft am kommenden Wochenende auf Kühbach oder Ecknach II.
Zudem wäre ein Adelzhausener Sieg gegen Gerolsbach der dritte in Serie und damit Rückenwind für die Relegation. „Die Stimmung ist wieder besser“, findet Lichtenstern, der dennoch anmerkt: „Wir sind insgesamt mit der Saison nicht zufrieden. Aber wir können sie noch retten. Ein Abstieg wäre unnötig, aber nach zwischendurch 14 Spielen ohne Sieg auch nicht unverdient.“
Eine ähnlich schwarze Serie erlebte auch der SV Echsheim-Reicherstein, der beim BSV Berg im Gau antritt, nach der Winterpause. Acht Spiele, sieben Niederlagen. Aber: Der eine Sieg gelang gegen Rennertshofen – wichtig, sollte der direkte Vergleich ausschlaggebend werden. Ohnehin würde auch Echsheim in ansprechender Form in die Relegation gehen: aus den jüngsten vier Partien holte er neun Punkte.
Kreisliga Augsburg
„Jeder, der am Samstag was erleben will, soll nach Merching kommen“, appelliert Trainer-Koryphäe Günter Bayer. Sportlich geht es für den feststehenden Meister gegen den SV Ottmarshausen höchstens darum, Stürmer Moritz Willis zur Torjägerkanone zu verhelfen. Ansonsten wird die dritte Halbzeit entscheidend. „Zügig nach dem Spiel wird es die berühmtberüchtigte Traktorfahrt durch Merching geben. Menschen werden am Straßenrand stehen oder uns aus Gärten heraus Getränke reichen“, kündigt Bayer vorfreudig an. Danach stehen die obligatorischen Festivitäten im Vereinsheim an. „Halligalli, so lange, wie es jeder aushält“, verspricht Bayer. Der SV Mering II kann beim TSV Göggingen nur mehr verhindern, als Letzter abzusteigen, der Kissinger SC in Diedorf (Spiel bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) Punkte für Platz drei sammeln.
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Kreisklasse Aichach
Ein Relegationsplatz ist heiß begehrt, auf den anderen würde man gerne verzichten – spannend ist es in beiden Fällen. Speziell um Rang zwei, der die Eintrittskarte zu den Entscheidungsspielen um einen Platz in der Kreisliga ist. Lediglich ein einziges Tor trennt den aktuellen Ticketinhaber VfL Ecknach II und den Rivalen TSV Kühbach. Das Torverhältnis des VfL: 59:38. Das des TSV: 58:38. Beide gewannen je eines der direkten Duelle mit 4:2.
Der TSV Kühbach erwartet im Sportpark den SV Obergriesbach. Abteilungsleiter Stefan Mandler prophezeit „ein heißes Match“, denn, da ist sich der Kühbacher sicher: „Obergriesbach wird uns nichts schenken.“ Wenngleich er die Kühbacher Elf um Trainer Emanuel Miok bestens vorbereitet sieht. Der Start nach der Winterpause verlief holprig, „aber dann hat die Mannschaft wieder ihr Potenzial abgerufen“, sagt Mandler, der auch auf das Publikum setzt: „Das wird uns den zusätzlichen Schub geben.“
Einer, für die entscheidenden Tore: Marcel Pietruska vom TSV Kühbach.Foto: Reinhold Rummel
Das Duell des Kontrahenten Ecknach ist doppelt brisant. „Das wird ein sehr ekliges Spiel werden wird, da Wulfertshausen sportlich ums Überleben kämpfen wird“, prognostiziert VfL-Spielertrainer Philipp Heinrichs. Der SVW steht schließlich auf dem unliebsamen Abstiegsrelegationsplatz. Heinrichs sagt, er habe dennoch „ein gutes Gefühl“, spricht von „viel Selbstvertrauen“, das seine Mannschaft zum Sieg führen soll. „Mit den nötigen Toren, damit wir am Ende diesen zweiten Platz feiern können.“
SVW-Trainer Benjamin Trinkl kündigt an, „alles zu geben, um diese Minimalchance noch zu nutzen“. Schließlich würde er sich gerne mit dem Nichtabstieg aus Wulfertshausen verabschieden. Ein Punkt könnte dazu reichen, wenn der SV Ried den TSV Friedberg bezwingt. Der Kreisligaabsteiger liegt einen Punkt vor dem Lokalrivalen, sollte der direkte Vergleich ausschlaggebend werden, hätte jedoch der SVW die Nase vorn. Auch der SV Ottmaring darf sich noch nicht ganz sicher fühlen, wenn es zum TSV Hollenbach II geht.
Kreisklasse Nord
In der Kreisklasse Nord sind die Entscheidungen dagegen bereits gefallen. Die SG Thierhaupten/SV Baar machte den Meistertitel am zurückliegenden Wochenende klar. Für die DJK Stotzard geht es noch darum, den fünften Platz abzusichern. Denn, so betont Spielertrainer Simon Knauer vor dem Abschlussspiel gegen den SC Biberbach: „Wir wollen natürlich vor Gundelsdorf stehen.“ Der FCG trifft auf Absteiger ESV Augsburg. Der scheidende und derzeit verletzte Coach Philipp Kestel ist mit der Spielzeit so oder so zufrieden: „Mit unserem dünnen Kader haben wir eine ordentliche Saison absolviert.“
A-Klasse Aichach
„Wenn wir wie in den letzten Spielen bereit sind, unsere Leistung voll abzurufen, dann sollten wir dort siegreich sein“, sagt Aresings Spielertrainer Bashar Broo vor dem Meister-Matchball seiner Elf beim BC Adelzhausen II (Sa., 13.30 Uhr). Mit 55 Punkten haben die Aresinger nun zwei Zähler Vorsprung auf den SC Mühlried. Die SG Mauerbach muss nach der bitteren Pleite in Schiltberg (1:5) auf Patzer der beiden Konkurrenten hoffen. Womöglich ja vom SCM? Der muss schließlich zum Derby nach Hörzhausen, und Trainer Florian Hergeth äußert eine Vorahnung: „Die Hörzhausener werden alles versuchen, um uns ein Bein zu stellen.“ Mauerbach muss indes seine eigene Aufgabe bewältigen und beim FC Laimering-Rieden siegen. Die Ausgangslage, nicht mehr alles in der eigenen Hand zu haben, bezeichnet der spielende Abteilungsleiter Manuel Mair als „sehr bitter, wenn man so lange vorne gestanden hat“.
A-Klasse Ost
Der SC Eurasburg kann am Samstag um 12 Uhr das letzte Kapitel seines Fußballmärchens schreiben. Und hat den Stift dabei fest in der eigenen Hand. Ein Sieg beim TSV Haunstetten III, und der aufgemotzte Angriff von Verfolger ESV Augsburg II könnte noch einmal einhundertundeins Tore schießen – es nützte nichts. Nach dem fußballerischen Irrsinn des 6:5 gegen Alba Augsburg II hofft Spielertrainer Christoph Augustin auf ein weniger aufwühlendes Spiel. Und versucht, seiner Elf den Druck zu nehmen. „Vor der Saison hätte jeder den zweiten Platz unterschrieben. Der ist jetzt das Worst-Case-Szenario“, ordnet er die Ausgangslage ein und schlussfolgert: „Wir haben nullkommanull zu verlieren.“
Voraussichtlich ein letztes Mal wuchtet sich Eurasburgs Torjäger Jürgen Pestel (links) am Samstag in Zweikämpfe.Foto: Christian Kolbert
Im Abschlusstraining herrschte bei aller Vorfreude aufs Endspiel auch traurige Stimmung. Einerseits weil es die letzte gemeinsame Einheit einer Truppe war, die einen Höllenritt gemeistert hat und doch so nicht mehr zusammenspielen wird. Nun eröffnete Torjäger Jürgen Pestel seinen Mitspielern, nach der Saison aufzuhören. Eine Saison, „für die viele alles andere hinten angestellt haben“, sagt Augustin. Wie etwa der 41-jährige Elias Wagner, der eigens für das Spiel in Haunstetten den Familienurlaub verschob. Dementsprechend betont Augustin: „Wir wollen keine Verlängerung.“ Für dieses Vorhaben gibt‘s massig Unterstützung: „Das ganze Dorf fährt rüber. Das wird nicht mehr Haunstetten sein, sondern Eurasburg.“
A-Klasse Nord
In der Nord-Staffel strebt der FC Affing II die Aufstiegsrelegation an. Die Gerbl-Elf hat sich mit 49 Punkten zwischen Meister Nordendorf und dem TSV Meitingen II (48) eingenistet. Erst am neunten Spieltag startete der FCA durch, „nachdem wir bis dahin sechs Punkte hatten“, erinnert sich Spielertrainer Michael Gerbl. Im Frühjahr musste sich Affing lediglich Nordendorf beugen, die darauffolgenden acht Partien gewann die zweite Garnitur des Kreisliga-Champions allesamt. „Nun wollen wir uns in Lützelburg belohnen“, setzt der Affinger Coach dabei auch auf die Fans, die eigens per Bus anreisen. „Wir werden uns auf eine heiße Partie vorbereiten müssen“, spürt Gerbl in seinem Team bereits eine entsprechende Anspannung. Die dürfte auch bei der SG SV Thierhaupten/SV Baar II und dem SV Echsheim-Reicherstein II vorherrschen, die den Abstiegsplatz im direkten Duell ausspielen.
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