Fünf Spieltage noch im März und dann gehört die Handball-Saison 2025/26 schon wieder der Vergangenheit an. Die beiden Oberliga-Teams des TSV Aichach, die im kommenden Herbst in ihren Bezirksoberligen einen neuen Anlauf nehmen werden, sind diesmal am Sonntag im Einsatz, jeweils um 16.30 Uhr. Die Männer sind zu Gast beim TSV Sauerlach und die Frauen bei der zweiten Mannschaft des HCD Gröbenzell.
Männer Auswärts haben die Aichacher noch keinen einzigen Punkt errungen. Höchste Zeit somit, dass sich diese triste Bilanz ändert. Dreimal besteht noch die Gelegenheit dazu. Beim Blick auf die Tabelle ist man geneigt, die erste Aufgabe am Sonntag in Sauerlach als lösbar einzustufen. Später stehen noch Fahrten nach Ottobeuren und zu Unterpfaffenhofen-Germering an. Sauerlach ziert das Tabellenende nach sieben Niederlagen in sieben Rückrundenpartien. In der Vorrunde setzten sich die Oberbayern in Aichach mit 28:27 durch, ihren zweiten Saisonsieg feierten sie mit 24:21 gegen Burghausen. „Unser Ziel ist, mindestens einmal auswärts gewonnen zu haben“, beschreibt Aichachs Trainer Andreas Hollerweger seine Erwartungen. Außerdem wünscht er sich eine Wiedergutmachung für die Hinrunde und die damalige „unnötige“ Niederlage. Die Spielweise dieses Gegners stuft er als komisch ein: „Da kann man sich nicht drauf einstellen. Die kommen sehr viel über Einzelleistungen.“
Bei den Gästen werden diesmal Jannis Riedmann, der zuletzt krank fehlte, und wohl auch Vinzenz Hartl wieder im Team erwartet. Fehlen wird dagegen Julian Böhm. Der Torwart verletzte sich am vergangenen Samstag beim Aufwärmen. Ob nun für ihn Masin Chikh in die Bresche springen wird, wird sich wohl erst kurzfristig herausstellen. Die Aichacher Handballer sind auf dieser Position gerade dünn besetzt.
Frauen Die Gröbenzeller „Zweite“ hat gewiss nichts zu verschenken, schließlich läuft sie Gefahr, zu den mindestens vier Absteigern zu zählen. „40 Minuten haben wir mithalten können“, blickt Aichachs Trainer Manfred Szierbeck zurück in die Vorrunde, als man diesem Gegner mit 29:36 unterlag. Derzeit weisen die Oberbayern sieben Gegentore mehr auf als Aichach, sie haben aber auch 102 mehr erzielt. Hanna Milene Schiller gilt als gefährlichste Werferin beim HCD, Leonie Kattner verdient ebenfalls besondere Beachtung. Sie ist Linkshänderin und hat eine Körpergröße von 1,90 Meter.
Im Aichacher Lager hat man sich unter der Woche darauf eingeschworen, sich mit den erreichten sechs Punkten nicht zu verabschieden. „Wir wollen zehn, das wäre für uns das Optimale“, so der Coach, der in der Endphase der Saison zunehmend personelle Engpässe beklagt. Mit Anabel Ogbebor ist in dieser Runde nicht mehr zu rechnen, ihre Probleme an einem Schienbein machen eine Pause von acht bis zehn Wochen erforderlich. Magdalena Rappel gehört am Sonntag aus beruflichen Gründen nicht zum Kader, Franziska Nemec meldet sich zurück. Weil der Kreis der einsatzfähigen Handballerinnen somit klein geworden ist, hat Manfred Szierbeck bei einer routinierten Spielerin aus dem Team zwei angefragt. Tini Wonnenberg hatte sich eigentlich vor einem Jahr aus der „Ersten“ verabschiedet, nun erklärte sich die Abteilungsleiterin zum Aushelfen bereit, aber nur für den Fall, wenn es wirklich erforderlich werden sollte. Mit einem Schnitt von über neun Toren pro Partie beweist sie in der Bezirksliga, dass sie nichts verlernt hat.
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