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„Tausche einen Völlmerk gegen eine Eitberger“: Den TSV Aindling gibt es jetzt zum Kleben

Fußball

„Tausche einen Völlmerk gegen eine Eitberger“: Den TSV Aindling gibt es jetzt zum Kleben

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    Kleben und kleben lassen: Der TSV Aindling hat die Marktgemeinde mit seinem Stickerheft in ein regelrechtes Sammelfieber versetzt.
    Kleben und kleben lassen: Der TSV Aindling hat die Marktgemeinde mit seinem Stickerheft in ein regelrechtes Sammelfieber versetzt. Foto: Josef Kigle

    „Ich tausche einen Laurin Völlmerk und eine Dajana Eitberger gegen einen Josef Kigle.“ So oder so ähnlich klingt es derzeit des Öfteren in Aindling. Ein Stickeralbum des ortsansässigen TSV hat die Marktgemeinde in einen regelrechten Sammelrausch versetzt. Kleben und kleben lassen, heißt es angesichts des 80-jährigen Bestehens des Vereins. Das Album, Auflage zwischen 200 und 250 Stück, sieht aus wie eines der legendären Hefte, das die italienischen Firma Panini seit 1961 herausgibt - nur ist dieses Heft statt mit Fußball-WM-Teilnehmern eben mit Porträts von Sportlerinnen und Sportlern sowie zweigeteilten Mannschaftsfotos des TSV Aindling zu befüllen. Sämtliche Sparten des Vereins sind mit allen Altersstufen dabei - Tennis, Volleyball, Fußball und, im Falle von Olympiasiegerin Eitberger, sogar Rodeln.

    „Ich dachte, dass man zu so einem Jubiläum mal was Neues machen könnte“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Thomas Grammer, der den Impuls zur Aktion gegeben hat. Mit dem Resultat hätte er jedoch nicht gerechnet. „Heftig, wir dachten nicht, dass es so angenommen wird.“

    Sticker-Start mit Olympiasiegerin Eitberger und einer langen Schlange

    Vor der Edeka-Filiale Stoll in Aindling, in der Päckchen mit fünf Klebebildern noch bis 19. Juli für je einen Euro erhältlich sind, bildete sich zum Sticker-Start vor rund zwei Wochen eine lange Schlange. Darin zu sehen vor allem viele Jugendliche, aber auch deren Eltern und Großeltern, Vereinsmitglieder und andere Neugierige. Ein Countdown wurde heruntergezählt, der Grill angeschmissen. Dajana Eitberger, die in Aindling lebt und im TSV Tennis spielt, verteilte Autogrammkarten.

    Das Sammelfieber griff sofort um sich: Umgehend begannen die Infizierten doppelte Bildchen zu tauschen. Der Hype breitete sich rasant im Gemeindegebiet aus. Für Donnerstag lud der Verein sogar eigens zu einer Tauschbörse ins Sportheim. Und unterfütterte zudem den Ansporn, das Album komplett vollzukriegen. Die ersten fünf Kleber, denen das gelingt, erhalten „eine Überraschung“, die ihnen am 19. Juli in der Halbzeitpause des Jubiläumspiels gegen den TSV 1860 München überreicht werden soll. Grammer verrät: Seine Kinder Leni und Lukas haben es mit einem gemeinsamen Exemplar bereits geschafft. „Man muss viele Leute kennen“, gibt der Spartenchef den entscheidenden Tipp.

    Mit der offiziellen Eröffnung der Sticker-Aktion begann der Run auf die Bildchen. Dajana Eiberger, Stefan Stoll, Inhaber der Edeka-Filiale, Thomas Grammer vom TSV Aindling, der diese Aktion begleitet, und zwei Verkäuferinnen des Edeka Marktes (von links) präsentieren die Hefte.
    Mit der offiziellen Eröffnung der Sticker-Aktion begann der Run auf die Bildchen. Dajana Eiberger, Stefan Stoll, Inhaber der Edeka-Filiale, Thomas Grammer vom TSV Aindling, der diese Aktion begleitet, und zwei Verkäuferinnen des Edeka Marktes (von links) präsentieren die Hefte. Foto: Josef Kigle

    In den Päckchen schlummert aber noch etwas. Etwas, das seit jeher der Heilige Grahl aller Klebebildchen-Jünger ist: Glitzersticker. Von jedem Aindlinger Bildchen gibt es je zwei funkelnde Versionen, heizt der TSV auf seiner Internetseite die Goldkleber-Stimmung zusätzlich an. „Um diese Exemplare tobt ein harter Fight“, stellt Grammer lachend fest und liefert noch eine Anekdote: „Zum Training der zweiten Mannschaft hatten letztens alle Spieler ihr Heft dabei. Da hieß es in der Kabine: Bevor wir trainieren, wird getauscht.“

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