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Umfrage zur Fußball-WM in Aichach: Wie groß ist die Vorfreude?

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Umfrage in Aichach: Wie groß ist die WM-Vorfreude?

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    So jubeln Fußballfans daheim. Bald beginnt die Fußball-WM und auch im Raum Aichach fiebern viele Menschen dem sportlichen Großereignis entgegen.
    So jubeln Fußballfans daheim. Bald beginnt die Fußball-WM und auch im Raum Aichach fiebern viele Menschen dem sportlichen Großereignis entgegen. Foto: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

    Auf dem nordamerikanischen Kontinent rollt ab Donnerstag, 11. Juni, der Ball. 48 Nationalmannschaften messen sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Im Vergleich zu den zurückliegenden Weltmeisterschaften gibt es 16 Teilnehmerländer mehr. Aber führt das auch zu mehr Euphorie bei den Fans? Gibt es dieses Jahr erneut über 80 Millionen Bundestrainer oder vermiesen Größenwahn, Geldgier und Scheinheiligkeit der Fifa die Stimmung? Wir haben Passantinnen und Passanten in Aichach gefragt, wie es mit ihrer derzeitigen WM-Stimmung aussieht.

    Franz Rieber, Ulm
    Franz Rieber, Ulm Foto: Sözden Dönmez

    Franz Rieber aus Ulm ist kein großer Freund der Erweiterung der WM. Die Spielorte seien zu verstreut, Mannschaften und Fans müssten zu weite Wege auf sich nehmen, findet er. Zudem missfallen ihm die späten Uhrzeiten, zu welchen die Spiele aufgrund der Zeitverschiebung stattfinden. Er kritisiert auch Fifa-Präsident Gianni Infantino – vor allem aufgrund der Friedenspreis-Verleihung an US-Präsident Donald Trump, die im Rahmen der Gruppen-Auslosung stattfand. Trotz allem wird Franz Rieber die WM verfolgen.

    Passanten in Aichach sehen Fifa-Präsident und Aufblähung des WM-Turniers kritisch

    Klaus Kuhlmann aus Aichach sagt: „Infantino wird nie mein Freund.“ Er sieht die fortschreitende Kommerzialisierung gerade im Hinblick auf die Aufblähung des WM-Turniers kritisch, stellt aber fest: „Ich kann es nicht ändern.“ Dennoch verspürt er laut eigener Aussage Vorfreude. Kuhlmann plant, alle Spiele mit deutscher Beteiligung und, wenn es in seinen Zeitplan passt, auch weitere Partien anzuschauen.

    Wilhelm Möhwald, Aichach
    Wilhelm Möhwald, Aichach Foto: Sözden Dönmez

    Wilhelm Möhwald blickt optimistisch auf das Turnier. „Ich freu‘ mich schon auf die Weltmeisterschaft“, sagt der seit über 20 Jahren in Aichach wohnende Mann. Er spielte in seiner Jugend selbst gerne Fußball. Möhwald ist sich sicher, dass er fast jedes Spiel anschauen wird – vor allem die Partien der DFB-Elf will er nicht verpassen.

    Auch der 18-jährige Leopold Lemke, der ebenfalls in Aichach wohnt, ist ein großer Fußball-Fan. Er ist immer „hyped auf Fußball“ – vor allem, wenn es um eine Europa- oder Weltmeisterschaft geht. Leopold ist bereits mit dem neuesten DFB-Heimtrikot ausgestattet. Der 18-Jährige besucht gerne Public Viewings und hat vor, so viele Spiele wie möglich vor dem Bildschirm mitzuverfolgen, sofern es sich mit seinem Leben als Schüler vereinbaren lässt. Zur Debatte rund um die politische Lage in den USA, einem der Gastgeberländer, hat Leopold eine klare Meinung: „Wenn ich eins nicht mag, dann ist es Politik im Fußball.“ Zwar sehe er die US-Politik kritisch, wolle aber zwischen dem Sport und der Staatsführung unterscheiden. Ganz nach dem Motto: „Fußball ist Fußball, Politik ist Politik“.

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