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Veraltete Leitung: LVN erneuert 110-kV-Leitung

Affing-Mühlhausen/Derching

LVN erneuert Freileitung über Mühlhausen und Derching: Bleibt‘s bei 110 kV?

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    Stromleitung über dem Baugebiet Am Weberanger in Mühlhausen: Die LEW Verteilnetz (LVN) erneuert im nächsten Jahr die 110-kV-Freileitung.
    Stromleitung über dem Baugebiet Am Weberanger in Mühlhausen: Die LEW Verteilnetz (LVN) erneuert im nächsten Jahr die 110-kV-Freileitung. Foto: Josef Abt

    Im kommenden Jahr plant die LEW Verteilnetz (LVN) die Erneuerung der 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken in Gersthofen und Augsburg-Lechhausen. Die Leitung zieht sich über Mühlhausen (Affing) und Derching (Friedberg). Dafür investiert der Betreiber des regionalen Stromverteilnetzes nach Angaben eines Sprechers 2,9 Millionen Euro.

    Dem Sprecher zufolge stammt die Freileitung zum Teil noch aus den 1960er Jahren. Ein Teil der Leiterseile habe das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Deshalb würden die Seile nun gegen leistungsfähigere ausgetauscht. Die Spannungsebene bleibe weiterhin bei 110 kV, erklärte der Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Er bekräftigte zudem: „Die zuständigen Behörden haben die Unterlagen geprüft und ihr fachliches Einverständnis zum Vorhaben erteilt.“

    Die neuen Leitungen können mehr Strom transportieren

    In der jüngsten Affinger Gemeinderatssitzung waren Zweifel aufgekommen, ob der Versorger im Zuge der geplanten Arbeiten nicht doch eine größere Dimension anstreben könnte. Der Sprecher versicherte nun auf erneute Anfrage: „110 kV bleib 110 kV.“ Darauf seien auch sämtliche Trafos und Masten ausgelegt. Was sich ändern wird, sei lediglich die Leistungsfähigkeit der neuen Kabel. Sie können künftig eine höhere Stromstärke transportieren. Anstelle der derzeit 645 Ampere seien nach der Erneuerung bis maximal 1000 Ampere möglich.

    Gerhard Faltermeier, Affinger Gemeinderat aus Mühlhausen, bereits in der Oktobersitzung im Gemeinderat die Hoffnung geäußert, dass im Zuge der Erneuerung womöglich die Leitung verlegt werden könne. Die Trasse, die direkt über das Dorf führt, empfinden viele Menschen als störend und beeinträchtigend. Eine Chance, dass sich das ändert, gibt es allerdings nicht. Der LVN-Sprecher machte deutlich, dass „keine Änderung des Verlaufs“ vorgesehen sei, weil es sich nur um einen Leiterseiltausch handle. Die Arbeiten, die voraussichtlich zehn Wochen dauern, sind für Herbst 2026 geplant.

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