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Verwaltungsgemeinschaft Pöttmes sucht überraschend neue Geschäftsstellenleitung

Pöttmes

VG Pöttmes will Verwaltungsspitze auswechseln

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    Im Rathaus von Pöttmes steht ein Wechsel an der Spitze der Verwaltung an.
    Im Rathaus von Pöttmes steht ein Wechsel an der Spitze der Verwaltung an. Foto: Erich Echter

    In der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pöttmes, zu der die Gemeinden Pöttmes und Baar gehören, steht offenbar ein Wechsel an der Spitze der Verwaltung bevor. Die jetzige Leiterin hatte das Amt 2022 als Nachfolgerin von Patrick Kamenka übernommen. Dieser verließ die VG Pöttmes nach nur acht Monaten, um sich selbstständig zu machen. Seit wenigen Tagen ist die Stelle der Geschäftsstellenleitung erneut ausgeschrieben.

    Die jetzige Geschäftsstellenleiterin hatte bereits nach dem Weggang von Kamenkas Vorgänger ein Vierteljahr kommissarisch die Geschäftsstellenleitung innegehabt. Sie musste das Amt zusätzlich zu ihrer damaligen Aufgabe als Kämmerin bewältigen. Im Juli 2018 hatte sie in der Verwaltungsgemeinschaft Pöttmes angefangen.

    VG Pöttmes strebt Entwicklung „einer serviceorientierten Verwaltungskultur“ an

    VG-Vorsitzender Michael Funk, der zugleich Pöttmeser Bürgermeister ist, wollte sich am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion nicht zu dem Thema äußern. In der Ausschreibung, die unter anderem auf der Internetseite der Verwaltungsgemeinschaft veröffentlicht ist, heißt es: „Zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ suche die VG „eine fachlich wie persönlich überzeugende Persönlichkeit“.

    Als deren Aufgaben werden nicht nur die Geschäftsleitung des Verwaltungs- und Geschäftsbetriebes genannt, sondern auch die Bearbeitung von Grundsatzfragen in allen Bereichen des Kommunalrechts, die Unterstützung der Bürgermeister und Gremien sowie der Sitzungsdienst. Ebenso die Personalverwaltung, -führung und fachliche Bearbeitung von Projekten. Aber auch die „Weiterentwicklung einer serviceorientierten Verwaltungskultur“ taucht auf – gleich an zweiter Stelle der Aufgabenbeschreibung.

    Wiederholte Kritik der CWG im Wahlkampf an der Arbeit der Rathausverwaltung

    Vor allem die CWG, die neben dem Bürgerblock Michael Funks Bürgermeisterkandidatur unterstützt hatte, hatte im Wahlkampf wiederholt Kritik an der Rathaus-Verwaltung geäußert. Unter anderem bei der Nominierungsversammlung der CWG-Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten im November vergangenen Jahres: Damals mahnten Manfred Riedelsberger, CWG-Ortsvorsitzender und inzwischen außerdem Zweiter Bürgermeister, sowie mehrere Gemeinderatskandidaten, die Verwaltung müsse wieder für die Bürger da sei und nicht umgekehrt. Auch Funk kündigte vor der Wahl im Gespräch mit unserer Redaktion an, die Verwaltung zu modernisieren.

    Die geplante Neubesetzung der Geschäftsstellenleitung erfolgt nur wenige Wochen nach der Kommunalwahl, bei der Funk (parteilos) zum Nachfolger von Mirko Ketz (CSU) gewählt worden war. Im Marktgemeinderat Pöttmes und auch in der Nachbargemeinde Baar hatte es in jüngster Vergangenheit wiederholt Unmut gegeben, weil sich die seit Langem erwartete Neuberechnung der Kanalgebühren immer wieder verzögerte.

    Unmut im Gemeinderat über sich verzögernde Erhöhung der Kanalgebühren

    Die VG hatte damit ein externes Büro beauftragt. Doch das Ergebnis ließ auf sich warten. Die längst beschlossene Gebührenerhöhung konnte somit noch immer nicht umgesetzt werden. Die Geschäftsstellenleiterin hatte sich dafür in den öffentlichen Sitzungen teilweise massive Kritik aus den Reihen der Gemeinderäte gefallen lassen müssen. Noch für Donnerstagabend stand eine weitere Verschiebung der neuen Kanalgebührensatzung auf der Tagesordnung der zeitgleich tagenden Gemeinderäte in Pöttmes und Baar.

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