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Zwei Brüder aus Aichach bauen einen Wohnwagen von 1975 in eine mobile Bar um

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„Für alles, was man feiern kann“: Zwei Brüder aus Aichach bauen Caravan-Bar

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    Die Brüder Raphael und Fabian Schmaus aus Aichach haben einen alten Wohnwagen in eine Bar umgebaut. Die nach ihren Initialen benannte FRS-Bar ist nahezu fertig.
    Die Brüder Raphael und Fabian Schmaus aus Aichach haben einen alten Wohnwagen in eine Bar umgebaut. Die nach ihren Initialen benannte FRS-Bar ist nahezu fertig. Foto: Raphael Schmaus

    Raphael Schmaus und sein jüngerer Bruder Fabian Schmaus hatten einen Grundsatz: „Wir wollten eigentlich nie arbeiten, wenn andere feiern“, erklärt Raphael Schmaus. Das einzuhalten, dürfte künftig schwierig werden. Denn die Brüder aus dem Aichacher Stadtteil Klingen arbeiten an einer mobilen Bar. Sie kann für Veranstaltungen und Feste gebucht werden.

    Im Sommer vergangenen Jahres war der 30-jährige Raphael Schmaus auf einem Kleinanzeigenportal im Internet zufällig auf einen Wohnwagen gestoßen, der zu einer Bar umgebaut worden war. Ihm habe die Idee gefallen, sagt er. Aber beim Blick auf den Preis habe er sich gedacht: „Das bauen wir selber billiger.“

    Familie und Freunde helfen zwei Brüdern aus Aichach-Klingen beim Wohnwagen-Umbau

    Gesagt, getan. Drei bis vier Wochen suchten die Brüder nach ähnlichen, aber günstigeren Wohnwägen. Nach einem Hinweis ihrer Mutter fanden sie etwas Passendes bei einer Wohnwagenvermietung, die unter anderem ältere Wohnwägen funktionstüchtig macht. Sie hätten gar nicht lange überlegen müssen, erzählt der 30-Jährige. Das Modell der Marke Eriba aus dem Jahr 1975 habe ihnen gleich gefallen. Eigentlich hätte das Unternehmen den Wohnwagen selbst auf Vordermann bringen und dann weitervermieten wollen. Die Idee der beiden Brüder aus Aichach fand aber Anklang. Aus Sympathie sei ihnen der Wohnwagen schließlich verkauft worden, erzählt Raphael Schmaus.

    Viele Umbauarbeiten meistern die Brüder zu zweit. Zudem haben sie die Unterstützung ihres Umfelds. Freunde, Bekannte, Familie und Schwiegereltern helfen mit. „Einer meiner Freunde hat die Elektrik verlegt“, erzählt Raphael Schmaus. Zu Beginn des Projekts hätten er und sein Bruder mit ihren Freunden um einen Tisch gesessen und gemeinsam überlegt, wie die Idee gelingen könnte. Die Freunde hätten sich alle gefragt, was sie dazu beitragen könnten.

    Ersatzteile für Eriba-Wohnwagen von 1975 sind schwer zu finden

    Eigentlich wollten sie den Umbau bis zum 1. April geschafft haben. Doch der verlängerte Winter kam den Brüdern in die Quere. Zusätzlich erschwert ihnen das Baujahr des Eriba-Wohnwagens die Suche nach passenden Ersatzteilen. Diese seien selten, sagt Raphael Schmaus. Er ist Lastwagenfahrer, sein jüngerer Bruder arbeitet als Zimmerer. „Ein Tag hat nur 24 Stunden und wir sind beide berufstätig. Da hat man nur begrenzt Zeit für andere Projekte“, erklärt der 30-Jährige. „Wir betrachten die Bar ohnehin eher als Hobby. Man weiß aber nie, was die Zeit bringt.“

    Die größte Schwierigkeit sei gewesen, dass der Wagen innen komplett nackt war, erzählt der 21-jährige Fabian Schmaus. Zudem hat der Wagen eine runde Form. „Da alles richtig reinzubekommen, war sehr schwierig.“, sagt er. „Außerdem war bei unserem Projekt nichts vorgegeben, wir haben alles aus dem Kopf heraus gemacht.“ Das sei das erste große Projekt, an sie gemeinsam gearbeitet hätten, erzählt Raphael Schmaus. Die Brüder haben einen Altersunterschied von neun Jahren. Deswegen waren ihre Interessen in der Jugend oft unterschiedlich.

    FRS-Bar von Raphael und Fabian Schmaus aus Aichach-Klingen kann bald in Betrieb gehen

    Der Innenraum der FRS-Bar, benannt nach den Initialen der beiden Brüder, ist inzwischen größtenteils fertig. Er verfügt über einen großen Kühlschrank, ein Waschbecken, Arbeitsplatten und eine Zapfsäule. Auf ihrem Instagramprofil frs_bar zeigen die Brüder den Prozess des Umbaus. Noch stehen letzte Arbeiten an. Dann soll die Bar mit einer kleinen Feier für Freunde und Familie eingeweiht werden.

    Die erste Buchung steht schon an: Raphael Schmaus' Freundin hat die Bar für ihre Geburtstagsfeier Mitte April gebucht. Ausgeschenkt werden alkoholfreie Getränke, Helles, Hugo und Aperol Spritz. Ein Getränk auf der Barkarte sticht hervor: Munich Mule, die bayerische Abwandlung des klassischen Moscow Mule, bei der der Vodka durch Gin ersetzt wird. Eine zweite Besonderheit steht noch nicht genau fest. „Wir tüfteln gerade an etwas Eigenem, dem FRS-Cocktail“, verrät Fabian Schmaus.

    Die Brüder planen, selbst hinter der Bar zu stehen. Zwar hätten sie bislang wenig Erfahrung auf diesem Gebiet, wie sie einräumen. Gelegentlich hätten sie aber bei Dorffesten hinter der Bar gearbeitet. Außerdem wollen sie einen Cocktailkurs belegen.

    Wohnwagen-Bar könnte im Sommer beim Aichacher Stadtfest vertreten sein

    Bei Veranstaltungen komme es ihnen nicht auf die Entfernung an, sagt Raphael Schmaus. „Wir würden bis nach Österreich fahren und das dann halt mit einem Urlaub verbinden.“ Aber auch beim Aichacher Stadtfest haben sie sich mit ihrer FRS-Bar beworben. Gedacht ist sie für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenfeiern. Darauf sei sie aber nicht beschränkt, erklärt Raphael Schmaus: „Die FRS-Bar ist für alles, was man feiern kann.“

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