Was haben Horscaningun, Holzhusun, Erilingu und Reistingun gemein – außer dass sie recht eigentümlich klingen? Alle vier Namen tauchen erstmals in einer Schenkungsurkunde von 776 auf. Damit ist verbürgt, dass Herrsching, Holzhausen, Erling und Raisting schon zu Zeiten Karls des Großen existierten. Diese 1249 Jahre alte Urkunde, in der Edelherr Isanhart aus dem Geschlecht der Huosi seinen Besitz rund um den Ammersee ans Kloster Schlehdorf verschenkt, zählt zu den äußerst seltenen Schriftzeugnissen jener Zeit, dem Frühmittelalter, das Historiker genau aus diesem Grund das „Dunkle Mittelalter“ nennen. Außer in den Klöstern war kaum jemand des Lesen und Schreibens mächtig.
Region
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren