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Batteriespeicher Dießen: Bauausschuss befürwortet zweite Anlage beim Vogelherd

Dießen/Dettenschwang

Neben dem Umspannwerk kann jetzt ein zweiter Batteriespeicher gebaut werden

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    Am Umspannwerk südlich von Dießen werden jetzt wohl zwei Batteriespeicher errichtet.
    Am Umspannwerk südlich von Dießen werden jetzt wohl zwei Batteriespeicher errichtet. Foto: Gerald Modlinger (Archiv)

    Erneut hat sich der Dießener Bau- und Umweltausschuss mit zwei Energieprojekten befasst. Beschlossen wurde zum einen die 3. Fortschreibung des Flächennutzungsplans für den Solarpark Dettenschwang-Süd, wo nun auch ein Batteriespeicher vorgesehen ist. Außerdem gab das Gremium grünes Licht für einen zweiten Batteriespeicher am Vogelherd.

    Das Landratsamt wird von der Landschaftsschutzgebietsverordnung befreien

    Bereits im Februar hatte der Bauausschuss eine Batteriespeicheranlage der Firma Bayernwerk Natur auf dem Gelände des Umspannwerks südlich von Dießen genehmigt. Für eine zweite Speicheranlage, unmittelbar nördlich des Umspannwerks auf einer etwa ein Hektar großen Wiese, die eine namentlich nicht genannte Firma beantragt hatte, wurde das Einvernehmen damals nicht erteilt. Darauf reagierte das Landratsamt umgehend mit der Bitte um eine erneute Stellungnahme der Gemeinde. Wie die Behörde ausführte, sei das Vorhaben im Außenbereich baurechtlich privilegiert. Die Untere Naturschutzbehörde werde die erforderliche Befreiung von den Festsetzungen der Landschaftsschutzgebietsverordnung erteilen.

    Vorgesehen sind am Vogelherd mehrere Batteriespeichercontainer mit Wechselrichtern, Transformator und Übergabestation, Zufahrts- und Kranaufstellflächen sowie eine Einzäunung. In dieser Form wurde die zweite Batteriespeicheranlage am Vogelherd vom Gremium einstimmig befürwortet.

    Eine Batteriespeicheranlage ist nun auch Teil des geplanten 11,8 Hektar großen Solarparks auf dem Heckfeld südlich von Dettenschwang.

    Hinweise des Bund Naturschutz zum Solarpark werden berücksichtigt

    Von den insgesamt 31 Trägern öffentlicher Belange, die am Bauleitplanverfahren für den Solarpark beteiligt wurden, meldeten sich 16 zu Wort, unter anderem auch die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Dießen. Wie Bauamtsleiterin Johanna Schäffert ausführte, seien die Hinweise der Ortsgruppe zu den geeigneten Mahdterminen, sowie zum Wanderkorridor für Kleinsäugetiere und Amphibien in die Planung integriert worden. Auch die Forderung nach einer dauerhaften Sicherung der Ausgleichsflächen werde fachlich als berechtigt angesehen. Eine verbindliche Festlegung, etwa durch einen Grundbucheintrag, sieht die Gemeinde jedoch als nicht erforderlich an.

    Auch der Hinweis auf die mögliche Entwicklung eines arten- und strukturreichen Grünlands im Bereich des Solarparks sowie auf das geltende Verschlechterungsverbot nach dem Naturschutzrecht wurde zur Kenntnis genommen.

    Die 3. Änderung des Flächennutzungsplans „Solarpark Dettenschwang“ sowie der Bebauungsplanentwurf wurden mit den aktuellen Änderungen und Ergänzungen vom Bauausschuss einstimmig befürwortet. Die Unterlagen werden nun erneut für die Dauer von drei Wochen ausgelegt.

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