Neue Perspektiven für Grüne und CSU im Dießener Gemeinderat: Zur jüngsten Sitzung hatte Bürgermeisterin Sandra Perzul (Dießener Bürger) beiden Parteien neue Plätze zugewiesen. Bei der CSU kam die Rochade nicht besonders gut an - insbesondere auch die Art und Weise, wie es zum Platztausch gekommen war.
„Ich fand es ein bisschen unschön“, sagte dazu Dritte Bürgermeisterin Anna Brink (CSU). Die fünf CSU-Gemeinderatsmitglieder hatten per Zettel ihre neuen Plätze zugewiesen bekommen - und zwar im hinteren Teil des Sitzungssaals. In der vergangenen Wahlperiode und auch in der konstituierenden Sitzung hatte die CSU noch die vorderen Sitze eingenommen, die sich aus Sicht der Bürgermeisterin rechts befinden. Dahinter saßen auf der rechten Seite die Grünen.
Die Grünen wussten offenbar etwas, was der CSU nicht bekannt war
Nun ließ die Bürgermeisterin die Grünen nach vorn rücken und die CSU nach hinten. Grund dafür sei, dass Zweiter Bürgermeister Kieran Smolka (Grüne) in den Sitzungen neben ihr sitzen soll, erklärte sie. Und neben ihm solle sich dann auch seine Fraktion aufreihen können. Auch in der vergangenen Wahlperiode saß rechts neben Perzul der Zweite Bürgermeister, damals noch Roland Kratzer (CSU), gefolgt von den weiteren CSU-Fraktionsmitgliedern. Der Tausch von CSU und Grünen sei ihr als einfachste Variante erschienen, die Sitzordnung anzupassen, so ihre Entscheidung am Nachmittag vor der Sitzung.
Michael Lutzeier (Die Partei) hat einen ganz anderen Vorschlag
Allerdings bezweifelte Marian Cammerer (CSU), ob dieser Entschluss so spontan erfolgt war. Er habe von der bevorstehenden Versetzung der CSU „am Sonntagnachmittag auf der Straße erfahren“. Das habe ihm das jemand von den Grünen gesagt, während die CSU darüber von der Bürgermeisterin nicht informiert worden sei. Für Michael Lutzeier (Die Partei), der spaßeshalber zunächst angeregt hatte, die Sitzplätze am Ratstisch zu jeder Sitzung neu auszulosen, war dieser Umstand dann aber nicht mehr lustig: „Man redet mit der einen Fraktion, und mit der anderen nicht“, kritisierte er an die Bürgermeisterin gewandt.
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