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Konzerte am Ammersee: Wie das Carl-Orff-Museum Musik erlebbar macht

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Konzerte am Ammersee: Wie das Carl-Orff-Museum Musik erlebbar macht

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    Museumsleiterin Judith Janowski (links) und Arabella Hellmann, Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Ammersee, freuen sich auf die Veranstaltung im Innenhof vor der Pergola des Carl-Orff-Museums.
    Museumsleiterin Judith Janowski (links) und Arabella Hellmann, Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Ammersee, freuen sich auf die Veranstaltung im Innenhof vor der Pergola des Carl-Orff-Museums. Foto: Maren Martell

    Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist verbunden mit Bewegung, Tanz und Sprache. Das war das Credo des Komponisten Carl Orff, dem Schöpfer des weltberühmten Werks „Carmina Burana“. Ganz in diesem Sinne gestaltet sich auch dieser Sommer im Carl-Orff-Museum (COMU) in Dießen.

    Matinee mit bekannter Sopranistin in Dießen

    Am 14. Juni laden die Freunde des Nationaltheaters München zu einer Matinee mit der international bekannten Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller und Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters ein, informiert das Museum. „Wir bieten einen Appetizer, der Lust auf die Opernfestspiele in München macht“, so Museumsleiterin Judith Janowski.  Bei den Freunden des Nationaltheaters gibt es eine Verbindung zu Orff. Der Komponist war 1951 prominenter Unterstützer des Fördervereins der Bayerischen Staatsoper, der sich den Wiederaufbau des kriegszerstörten Nationaltheaters zum Ziel gesetzt hatte. 

    Am 21. Juni veranstaltet das COMU ein offenes Singen. Es singen und musizieren Franziska Brandis am Violoncello und die Mezzosopranistin Margarete Joswig, die auf vielen Bühnen im In- und Ausland zu erleben war, unter anderem auch am Münchner Gärtnerplatztheater. „Wir singen ohne Anmeldung eine bunte Mischung aus Volksliedern, Schlagern und bekannten Melodien“, kündigt Janowski an. Der Eintritt ist frei. 

    Im Juli bringt der regionale Richard-Wagner-Verband mit „Tannhäuser goes Ammersee wieder eine Wagner-Oper an den See. Nach der Open-Air-Aufführung des „Fliegenden Holländers“ im Jahr 2022 in Schondorf realisiert der Verein anlässlich seines zehnjährigen Bestehens ein weiteres großes Opernprojekt in Dießen. Vor der Kulisse des Innenhofs und der Pergola des Carl-Orff-Museums wird das symphonische Werk „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ auf die Bühne gebracht. „Wir wollen die Musik Richard Wagners an außergewöhnlichen Orten neu erlebbar machen und ein breites Publikum dafür begeistern“, betont Arabella Hellmann, 1. Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbands Ammersee.  

    Unter der Regie des Würzburger Theaterintendanten Georg Rootering feiert die Open-Air-Inszenierung am 11. Juli Premiere. Weitere Aufführungen stehen am 17. und 19. Juli auf dem Programm. Die musikalische Leitung hat Rainer Armbrust, der in Bayreuth viele Jahre mit Sängern und Sängerinnen sämtliche Wagner-Partien einstudiert hat. Den Tannhäuser singt der bekannte Wagner-Tenor Stefan Vinke.

    Außerdem ist der Landsberger Chor Yuriko mit Wagner-Stipendiaten und Gästen zu hören. Im Orchester spielen Musiker aus namhaften Orchestern sowie Wagner-Stipendiaten und Studierende deutscher Musikhochschulen. Insgesamt werden rund 70 Musikerinnen und Musiker zu erleben sein. Carl Orff pflegte eine freundschaftliche Beziehung zur Wagner-Familie, so war er eng befreundet mit Wieland Wagner, dem Enkel Richard Wagners. Tickets gibt es unter www.rwv-ammersee.de/tannhaeuser.

    Das Museum in Dießen öffnete im November 2025

    Das im November 2025 eröffnete COMU ist ein Museum „zum Stöbern, Hören, Fühlen und Mitmachen“, heißt es in der Pressemitteilung, die auch eine Zwischenbilanz zog. Mehr als 7000 Besucher zählte das Museum in den ersten sechs Monaten. Auch die Sonderveranstaltungen wie Firmenevents, Workshops oder Konferenzen sind demnach gut besucht. Außerdem geben sich im COMU junge Paare das Ja-Wort. „Wir sind sehr glücklich, dass das Museum so gut angenommen wird und stolz, dass wir auch schon zahlreiche Gäste aus den USA, aus China und europäischen Ländern begrüßen konnten“, betont Judith Janowski. 

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