Wenn man sich die Exponate der Ausstellung „Spurensuche in der Ukraine“ im Uttinger „raumB1“ ansieht, denkt man, gut gemachte Schnappschüsse vor sich zu haben. Bei näherer Betrachtung allerdings stellt der Betrachter fest, dass man mehr und mehr in imaginäre Biografien der Abgebildeten gezogen wird. Da sind lachende Teenager, die stolz ihre Gewehre präsentieren. Eine gestandene Bauersfrau, die eine Kuh vorführt. Ein Zweifler mit Kippe in der tätowierten Pranke, der einen Briefkasten beäugt. Was mag in all diesen kantigen Charakteren vorgehen, fragt der Betrachter sich irgendwann unweigerlich.
Utting
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren