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Friedensandacht im Marienmünster betont die Bedeutung des Europatags

Dießen

Eine Friedensandacht im Marienmünster

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    Die Münsterspatzen mit Solistin Theresa Lichtscheidel erfüllen das Münster beim Friedenskonzert mit Freude.
    Die Münsterspatzen mit Solistin Theresa Lichtscheidel erfüllen das Münster beim Friedenskonzert mit Freude. Foto: Albrecht Proebst

    Beim Blick in den liturgischen Jahreskalender der katholischen Kirche wird man den Europatag nicht finden. Dennoch lud die Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Dießen am Samstagnachmittag zu einer Friedensandacht unter dem Motto „Ode an die Freude“ in das Marienmünster ein. Organistin Agata Lichtscheidel hatte mit Annette Rießner vom Verein der Münsterkonzerte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mitwirkende waren vor allem der Kinderchor „Münsterspatzen“ und der Jugendchor, die ein breites Repertoire unter anderem mit Liedern von John Rutter und Francesco Meneghello präsentierten.

    Die 20 jungen Stimmen füllten den Kirchenraum mühelos und zauberten dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht. Das gelang auch der siebenjährigen Theresa Lichtscheidel, die mit ihrem Violinsolo des Menuetts aus Händels „Feuerwerksmusik“ an die Musik erinnerte, die bei der Unterzeichnung der EU-Gründungsverträge in Rom gespielt wurde.

    Vom Glauben und von der Zuversicht zur „Zu-Friedenheit“

    Pfarrer Josef Kirchensteiner äußerte seine Freude darüber, dass die Europaflagge nach vielen Jahren wieder auf dem ungarischen Parlamentsgebäude gehisst wurde. Glaube und Zuversicht seien wichtige Voraussetzungen dafür, dass jeder Mensch mit sich selbst im Reinen, also „zu-frieden“ sei.

    Nach dem gemeinsam gesungenen Kanon „Dona nobis pacem“ ergriff der Landtagsabgeordnete Alex Dorow das Wort. Er freute sich, dass die Andacht das Bewusstsein für ein friedliches Europa stärkt. Bestätigung fanden seine Worte im Schlusschor der versammelten Gemeinde, die der „Freude, schöner Götterfunken“ als inoffizieller Europahymne huldigte.

    Für die Orgelrenovierung wurde fleißig gespendet

    Dabei musste Agata Lichtscheidel ihr Spiel sorgfältig an die eingeschränkten Möglichkeiten der historischen König-Orgel anpassen. Der Beginn der Restaurierungsarbeiten ist für Sommer 2027 vorgesehen. Bis dahin muss noch viel Geld gesammelt werden. Die Besucher spendeten in die von den Kindern bereitgehaltenen Körbe und erhielten eine kunstvoll im japanischen Origami-Stil gefaltete Friedenstaube für ihren Heimweg.

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