Frau Otten, am Tag der Kinderhospizarbeit rückt ein Thema in den Fokus, über das viele Menschen nur ungern nachdenken. Was bedeutet dieser Tag für Sie persönlich?
HEIKE OTTEN: Der Tag der Kinderhospizarbeit ist für mich vor allem ein Tag des Innehaltens. Er macht sichtbar, was sonst oft im Verborgenen geschieht: dass es Familien gibt, die mit schwerer Krankheit, Unsicherheit und großer Sorge leben – und dass sie dabei nicht allein sein müssen. Gleichzeitig ist es ein Tag, an dem wir Danke sagen: unseren ehrenamtlichen Familienbegleiterinnen und -begleitern, unseren Fachkräften und den Familien selbst, die uns ihr Vertrauen schenken.
Sie leiten das Zentrum Südwestoberbayern seit drei Jahren. Was hat sich in dieser Zeit entwickelt?
OTTEN: In den vergangenen drei Jahren ist unser Zentrum, das mittlerweile seit acht Jahren besteht, stetig gewachsen – fachlich wie menschlich. Wir begleiten heute in jedem Landkreis rund 30 Familien. Gleichzeitig konnten wir neue ehrenamtliche Familienbegleiterinnen und Familienbegleiter ausbilden, die nun verlässlich an der Seite der Familien stehen. Dieses Wachstum zeigt uns: Der Bedarf ist da – und das Vertrauen in unsere Arbeit ebenso.
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