Zu den Inflationstreibern der vergangenen Jahre gehörten insbesondere auch die kommunalen und staatlichen Dienstleistungen. Das liegt unter anderem am ebenso spürbaren Anstieg von Energie-, Personal und Baukosten und den anfallenden Sanierungskosten für die inzwischen jahrzehntealten Anlagen der Wasserversorgung oder der Abwasserbeseitigung. Die um - je nach Haushaltsgröße - innerhalb von zehn Jahren teilweise doppelt so hohen Gebühren haben jedoch noch einen weiteren Grund: Die Erschließungskosten für neue Wohn- und Gewerbegebiete werden immer höher und entkoppeln sich zusehends von den Herstellungsbeiträgen, die für die neuen Baugrundstücke und darauf entstehenden Gebäude bezahlt werden müssen. Teilweise hohe sechsstellige ungedeckte Euro-Beträge pro Baugebiet werden dann auf die Abwassergebühren aufgeschlagen, die alle Haushalte bezahlen müssen.
Kommentar
Kosten für neue Baugebiete sind keine Sache der Gebührenzahler
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