An der Grundschule in Utting gibt es wegen des Verhaltens einiger Jugendlicher Probleme.Foto: Christian Rudnik
Müll, Glasscherben und mutwillige Zerstörungen waren rund um die Uttinger Grundschule in den vergangenen Jahren immer wieder Thema, kürzlich gab es einen neuerlichen, ekligen Zwischenfall. Jugendliche hatten sich über offene Türen Zugang verschafft und verschmierten ihre Fäkalien. Bürgermeister Florian Hoffmann äußert sich zu dem Thema und den Konsequenzen, die die Gemeinde daraus zieht.
Das Thema war in der vergangenen Haushaltssitzung aufgekommen. Wegen der finanziell schwierigen Situation gab es, wie berichtet, schon eine Debatte darüber, ob sich die Gemeinde das Bürgerbudget noch leisten kann. Im weiteren Verlauf schlug Korbinian Lutzenberger (Grüne) dann vor, die geplante Ausweitung der Videoüberwachung an der Grundschule aus finanziellen Gründen zu streichen. 8000 Euro sind hierfür eingestellt.
Die Turnhalle des TSV Utting wird derzeit saniert
Der Bürgermeister war strikt dagegen, an der Stelle zu sparen. „Wir haben Probleme mit einigen jungen Leuten und einige Ecken sind nicht überwacht.“ Im vorliegenden Fall hätten Trainierende des TSV Utting, dessen eigene Halle derzeit saniert wird, nach dem Training die Tür der Turnhalle an der Grundschule nicht gescheit geschlossen. Die Jugendlichen nutzten das aus und gingen durch die Turnhalle in den Sanitärbereich, wo sie ihre eklige Tat begingen. In einem anderen Fall nutzten junge Täter die Situation für Diebstähle in den Räumlichkeiten der Mittagsbetreuung.
Der Bürgermeister erklärt, wie es dazu kommen konnte: „Aufgrund der Freihaltung der Fluchtwege können manche Türen nicht verschlossen werden.“ Im Fall der verschmierten Fäkalien ist bekannt, wer dahintersteckt. „Auf den Außenkameras waren die verantwortlichen Jugendlichen zu erkennen und konnten identifiziert werden“, berichtet Hoffmann auf Nachfrage. Auch die Polizei sei eingeschaltet worden.
Anbringung von Kameras hat das Problem um die Uttinger Grundschule entschärft
Zur Frage nach der Dimension des Problems sagt Hoffmann: „Es besteht seit vielen Jahren, mit der Installation der Kameras im Außenbereich wurde das Problem der Vermüllung, von Scherben und Vandalismus zu 90 Prozent behoben, einzelne Unbelehrbare gibt es leider noch immer.“ Ratsmitglied Jakob Kettler (Grüne) beklagte die Situation und forderte, dass der TSV dafür Sorge tragen müsse, dass kein unbefugtes Eindringen erfolgt. Hoffmann sagte gegenüber unserer Redaktion, dass der Sportverein zugesichert habe, künftig auf einen ordentlichen Verschluss zu achten.
Letztlich stimmten alle Gemeinderäte dafür, die 8000 Euro im Haushalt zu berücksichtigen. Damit wird die Anschaffung und Installation von zwei weiteren Kameras finanziert.
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