Der Völkermord von Srebrenica 1995 gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 30 Jahre danach zeigt das B1 in Utting eine Fotodokumentation des bekannten Fotografen Armin Smailovic. Die Schrecken der Kriegsfolgen mahnen eindringlich dazu, Frieden und Demokratie zu bewahren. Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien erscheint heute weit weg. Die 17 Fotos von Armin Smailovic, die derzeit in der Ausstellung „Ich zählte mein Leben in Sekunden“ im B1 in Utting zu sehen sind, bringen ihn nicht nur wieder in unser Gedächtnis, sondern zeigen angesichts der vielen Krisen und Kriege in der Welt, zu welchem unfassbarem Leid die Eskalation einer Gewaltspirale führen kann. Dabei zeigt Smailovic nicht den Krieg selbst. Seine Bilder brauchen keine Schockmomente. Sie zeigen auf subtile Art, was übrig bleibt, wenn die Gewaltwelle über eine Region hinweggezogen ist, so wie im Juli 1995 in Srebrenica, als das Massaker über 8000 vor allem männliche Todesopfer forderte.
Utting
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