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Abriss: Kindergarten „Pusteblume“ ist weggepustet

Abriss

Kindergarten „Pusteblume“ ist weggepustet

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    Nur die frisch aufgeschüttete Erde verrät, wo einmal der Ellgauer Kindergarten „Pusteblume“ stand.
    Nur die frisch aufgeschüttete Erde verrät, wo einmal der Ellgauer Kindergarten „Pusteblume“ stand. Foto: Foto: Rosemarie Gumpp

    Ellgau Viele Ellgauer Bürger werden es mit Wehmut beobachtet haben. In den vergangenen Tagen wurde der Kindergarten „Pusteblumen“ abgerissen. Auf dem Platz, auf dem das Gebäude aus dem Jahr 1927 stand, herrscht nun gähnende Leere. Der Schutt ist mittlerweile abtransportiert und das Gelände planiert.

    Der Abriss des Kindergartens wurde zum großen Teil von den Ellgauern selbst gestemmt. Mitglieder des Gemeinderats, der Feuerwehr und des Sportsvereins spuckten in die Hände und trugen das Gebäude ab. Viele Ellgauer schauten dabei nicht nur als Zaungäste zu, sondern betätigten sich als Steineklopfer. Sie holten sich die schönen, alten Steine ab, um damit wieder etwas Neues zu bauen, wie beispielsweise eine hübsche Wand im heimischen Garten. Somit blüht ein Teil des Kindergartens „Pusteblume“ neu auf.

    Das Gebäude war früher die Schule

    Die Bürger des Ortes verbanden viele Erinnerungen mit dem Gebäude, das es nun nicht mehr gibt. Dort war nicht nur viele Jahre lang der Kindergarten untergebracht. Etliche Ellgauer sind in diesem Haus auch zur Schule gegangen. Die Klassen eins bis acht wurden dort unterrichtet, ehe 1965 die damals neue Schule bezogen wurde.

    Umgezogen ist mittlerweile auch der Kindergarten. Er hat eine neue Heimat im Mehrzweckhaus gefunden. Ab September, wenn das neue Kindergartenjahr startet, werden die Mädchen und Buben die frisch errichteten Räume mit Leben, Lachen und manchmal auch mit Lärm erfüllen. Eingeweiht wird das neue Mehrzweckhaus übrigens am Sonntag, 23. Oktober.

    Der Bau des Mehrzweckhauses lockte auch den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses im Landtag, Georg Winter, nach Ellgau. Er informierte sich mit dem Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, Martin Neumeyer, vor Ort über den Stand der Arbeiten.

    Bürgermeister Manfred Schafnitzel war gerade dabei, die Stühle für das neue Sitzungszimmer ins Rathaus zu transportieren. Das Mehrzweckhaus Ellgau sei ein Musterbeispiel für die Unterstützung des ländlichen Raums, so Amtschef Neumeyer. Georg Winter betonte, hier sei es gelungen, dank der Initiative von Bürgermeister Manfred Schafnitzel und des Gemeinderats und dem breiten Engagement der Bürger im Rahmen der Dorferneuerung gleich mehrere Fördertöpfe für das neue Mehrzweckhaus zu erschließen. So wird der Rathausteil über die energetische Gebäudesanierung mit 108000 Euro gefördert. Für die Kinderkrippe und den Kindergarten erhält die Gemeinde insgesamt einen Förderung in Höhe von 388000 Euro, sodass ein Zuschuss von rund 496000 allein aus Sonderprogrammen zur Verfügung steht. Die Räume für Jugend und Senioren erhalten aus dem Dorferneuerungsprogramm 80000 Euro.

    Der Weitblick der Lechgemeinde hat zur Folge, dass Ellgau insgesamt rund 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung stehen. (elhö, peh)

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