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Altenmünster: Ein Projekt, das viel Neugierde weckt

Altenmünster

Ein Projekt, das viel Neugierde weckt

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    Im Bebauungsplan "Brühl" (orange markiertes Gebiet im Südosten) soll ein Altenheim in Altenmünster entstehen. Der rot markierte Punkt deutet den genauen Standort an. Die Aufnahme wurde vom Turm der St.-Vitus-Kirche aus gemacht. Foto: Gemeinde
    Im Bebauungsplan "Brühl" (orange markiertes Gebiet im Südosten) soll ein Altenheim in Altenmünster entstehen. Der rot markierte Punkt deutet den genauen Standort an. Die Aufnahme wurde vom Turm der St.-Vitus-Kirche aus gemacht. Foto: Gemeinde Foto: Gemeinde

    A Die Aussicht, dass in Altenmünster demnächst ein Altenheim gebaut werden könnte, ist bei der Bevölkerung auf riesiges Interesse gestoßen. Mehr als 100 Personen kamen zum Infoabend, den die Gemeinde und die BeneVit Holding - sie möchte die Einrichtung in den nächsten zwei Jahren verwirklichen und dann auch betreiben - gemeinsam im Pfarrheim veranstalteten. Wie berichtet, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Flächennutzungsplan zu ändern und den Bebauungsplan "Brühl" aufzustellen.

    Dass in einer Kommune wie Altenmünster mit derzeit circa 3700 Einwohnern durchaus Bedarf für ein Seniorenheim vorhanden ist, das zeigte Bürgermeister Bernhard Walter anhand von etlichen Grafiken und Prognosen der Bevölkerungsentwicklung auf. So werden auch in Altenmünster und Umgebung die Menschen immer älter, wodurch sich zwangsläufig auch die Pflegeleistungen in den nächsten zehn Jahren erhöhen werden. Waren es im vergangenen Jahr insgesamt 88 Menschen, die in Altenmünster Pflegeleistungen in Anspruch nehmen mussten, so könnten es im Jahr 2020 bereits 136 sein.

    All die Zeichen, dass es in Zukunft immer mehr älteren Menschen geben wird, haben dazu beigetragen, dass man sich im Gemeinderat mit dem Thema Altenheim immer wieder beschäftigt habe. Der Zeitpunkt, jetzt was zu unternehmen, sei genau der richtige gewesen, merkte Walter an. Seit dem Jahr 2008, als man sich ein Altenheim von BeneVit in Baden Württemberg angeschaut hat, wusste der Bürgermeister, "dass man so etwas auch bei uns in Altenmünster anpacken kann".

    Baubeginn noch heuer möglich

    Geschäftsführer Kaspar Pfister von BeneVit berichtete, dass sein Unternehmen seit drei Jahren in konkreten Verhandlungen mit der Gemeinde stand und viele Wege, die man gegangen sei, nicht immer leicht waren. Inzwischen seien die Weichen so gestellt, dass ein möglicher Baubeginn sogar noch in diesem Jahr möglich sei. Was die Pflege im Allgemeinen angelangt, so werden in Deutschland mehr als 70 Prozent der Fälle durch die Familie abgedeckt, führte Pfister auf. "Und das ist gut so", betonte der BeneVit-Geschäftsführer. Doch nicht nur pflegebedürftige Menschen, so Pfister, gehen in ein Seniorenheim, der Anteil derer, die das aus einer sozialen Vereinsamung heraus tun, werde von Jahr zu Jahr größer. Angesichts der demografischen Entwicklung werde hochgerechnet auf das Jahr 2050 bereits jeder zehnte Arbeitsplatz in Deutschland auf dem Pflegesektor zu finden sein.

    Ein Gemeinschaftskonzept

    Für das geplante Altenheim in Altenmünster zum Start in zwei Jahren seien circa 45 Arbeitsplätze notwendig, um das Haus nach dem Gemeinschaftskonzept betreiben zu können. "Wir wollen keine Hospitalisierung bei uns einkehren lassen", erklärte Pfister die Philosophie des Betreibers. Da sollen zum Beispiel Heimbewohner in den vier verschiedenen Küchen beim Kochen mithelfen können.

    "Wir werden auch jeden Nachmittag einen Kuchen backen, damit es im Haus so richtig danach duftet", machte Pfister den Besuchern den künftigen Ablauf im Heim schmackhaft. Wer möchte, der könne auch beim Wäschewaschen helfen, wobei diese Dienstleistung monatlich vergütet werde. Auch an Familienangehörige der Heimbewohner.

    Mit auf den Nachhauseweg bekamen die vielen Zuhörer neben der Philosophie eines Gemeinschaftskonzepts ein weiteres Stichwort, welches "Lebensfreude" heißt. Diese soll jeden Tag für alle Bewohner im geplanten Altenheim einkehren.

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