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Gersthofen

18.03.2020

Darum wird das Gersthofer Wasser weiter gechlort

Dass das Gersthofer Leitungswasser immer noch gechlort  wird, hat mehrere Gründe.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Plus  Das Abkochgebot ist nach der Rohrspülung aufgehoben. Dennoch gibt’s am Leitungsnetz noch einiges zu tun.

Die Spülung des Trinkwassernetzes in Gersthofen und seinen Stadtteilen ist nach sieben Wochen erfolgreich abgeschlossen. Nun brauchen die Gersthofer ihr Leitungswasser auch nicht mehr abkochen. Dass die Stadt das Wasser weiterhin chlort, hat allerdings triftige Gründe.

„Es wurden erfolgreich alle Ablagerungen in den Leitungen ausgespült“, erklärt Rathaussprecherin Ann-Christin Joder auf Anfrage. Man habe das Abkochgebot auch während der Spülungen aufrechterhalten, weil gewisse Schwankungen des Chlorgehalts zu erwarten gewesen seien. „Die Bürger hätten schwer nachvollziehen können, wenn es aufgehoben worden wäre und dann bei kurzfristig auftretenden Abweichungen von der gesetzlich vorgeschriebenen Chlorkonzentration wieder eingeführt worden wäre.“

Chlorwert stimmte auch während der Spülungen

Laut Trinkwasserverordnung muss die Konzentration bei 0,1 bis 0,3 Milligramm freiem Chlor pro Liter Wasser liegen. Dies sei in Gersthofen jetzt der Fall. „Das Wasser besitzt daher wieder Trinkwasserqualität“, betont Bürgermeister Michael Wörle. Der Chlorwert sei indessen auch während der Spülungen immer im gesetzlich vorgeschriebenen Bereich geblieben.

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Die Chlorung muss bis auf Weiteres fortgesetzt werden. „Wir haben noch eine Reihe von Dingen abzuarbeiten“, so Wörle weiter. Das reiche von der Absperrung von Totleitungen über die Überprüfung der Hausanschlüsse bis hin zu Gesprächen mit den Großabnehmern und Unternehmen, die aus dem Gersthofer Netz Wasser beziehen. „Die Arbeit geht uns hier noch lange nicht aus“, räumt Wörle ein.

Das Gesamtpaket an Maßnahmen, welche das Gesundheitsamt fordert, ist zurzeit allerdings noch nicht fertig. „Die zuständigen Mitarbeiter sind derzeit alle im Krisenstab wegen der Corona-Krise, deswegen sind Absprachen mit dem Gesundheitsamt momentan nicht möglich, denn der Katastrophenfall geht selbstverständlich vor“, sagt der Bürgermeister. Infolge der Chlorung könne das Gersthofer Wasser ja von den Bürgern verwendet werden.

Gersthofen arbeitet Mängel am Leitungsnetz ab

„Aber wir haben schon durch das Gutachten über unsere Wasserversorgungen eine Reihe von Anhaltspunkten, die wir nacheinander erledigen werden.“ Über größere Maßnahmen, beispielsweise den Neubau des Wasserwerks, müsse dann der neue Stadtrat, welcher im Mai seine Arbeit aufnimmt, entscheiden.

Ab sofort sind übrigens auch die Wasserhähne am Friedhof wieder geöffnet. „Wir bitten unsere Bürger aber, ihre eigenen Gießkannen mitzunehmen, damit nicht Keime übertragen werden können, wenn die Kannen von mehreren Friedhofsbesuchern hintereinander benutzt werden.“ (lig)

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