Der "Historische Rundgang" durch Ellgau erzählt auf 17 Schautafeln die Geschichte des Dorfes am Lech und führt den Besucher an verschiedene Stellen, die es entweder gar nicht mehr oder nur in veränderter Form gibt. Sie erinnern an wichtige Orte und Begebenheiten im Dorfgeschehen.
Jetzt machten sich 17 Bürgerinnen und Bürger mit Hermine Zwerger auf den Weg, um in einem geführten Rundgang die Vergangenheit des Ortes kennenzulernen. Als Marktfrau verkleidet, erzählte Hermine Zwerger begeistert an den Schautafeln über die Ereignisse, die den Ort Ellgau prägten.
So legten beispielsweise oft über 100 Flößer am Lechufer an, zechten in der Wirtschaft und übernachteten dort auch. Ellgau hat nicht nur das Floß in seinem Wappen, es gibt auch eine Straße mit dem Namen Floßlände. Am Lech erfuhr die Gruppe von der Wildheit des Flusses, von der letzten großen Überschwemmung im Jahre 1910, vom Bau des Kraftwerkes in Ellgau in den Jahren 1950 bis 1952 und dass der Fluss auch die Sprachgrenze zwischen dem Schwäbischen und dem Bayerischen darstellt.
Das sind die Stationen des Rundgangs durch Ellgau
Hermine Zwerger lässt keine Langeweile aufkommen und beantwortet auch gerne gestellte Fragen. Die rund drei Kilometer lange Wegstrecke dauert zu Fuß etwa zwei Stunden. Aber auch mit dem Fahrrad können die informativen Tafeln gut erkundet werden. Zum Rundgang, der 2014 im Zuge der Dorferneuerung ins Leben gerufen wurde, gehören: Altes Schulhaus, Gaststätte Zum Floß, Eiskeller/Kegelbahn, Lehrerwohnung, Alte Schule/Kindergarten, Alte Dorfansicht, Mühle, Nepomukkapelle, Dorfweiher, Schlossgut, Kolleffelplan Ellgau um 1750, Floßlände, Lech mit Flößereiwesen, Überführ, Anwesen Grob/Rößle, Kirche St. Ulrich, Pfarrhof. Im Frühjahr 2022 ist wieder eine Führung entlang des Rundweges geplant. Sie wird rechtzeitig angekündigt werden.