Der Fahrer eines Vans, der am Dienstagmachmittag bei Thierhaupten verunglückt war, hat sich gestellt. Dabei erlitten insgesamt fünf Menschen schwere Verletzungen. Der 36-Jährige aus Ostdeutschland war dagegen vom Unfallort verschwunden und fast einen Tag lang gesucht worden.
Am Mittwochnachmittag konnte die Polizei die Fahndung einstellen. Der Gesuchte kam in die Polizeiinspektion Gersthofen und räumte ein, dass er am Steuer gesessen habe. Laut Polizei machte er auch weitere Angaben zum Hergang des Unglücks. Diese müssten noch überprüft werden.
Ein Mann schwebt weiter in Lebensgefahr
Am Dienstagabend gerieten sechs Männer gegen 19.40 Uhr in einem sechssitzigen Van auf der Kreisstraße A26 von Neukirchen in Richtung Thierhaupten kurz nach der Einmündung bei Neukirchen nach rechts von der Straße ab. Vermutlich war der Wagen zu schnell, fuhr zwei Leitpfosten um, passierte einen Radweg und schoss in ein Waldstück. Dort stieß der Wagen gegen Sträucher und Baumstümpfe, das Fahrzeug überschlug sich.
Nach Angaben der Polizei katapultierte die Wucht des Überschlags das Auto nach oben und es krachte in etwa drei Meter Höhe gegen zwei Fichten, wobei eine davon abbrach. Nach dem Aufprall fiel der Van, ein VW-Touran, der einer Firma aus dem Münchner Raum gehört, auf die Fahrerseite und blieb dort liegen.
Laut Unfallstatistik aus dem vergangenen Jahr ist überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache bei schweren Verkehrsunfällen. Im Augsburger Land war im vergangenen Jahr jedes vierte Todesopfer im Straßenverkehr auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Alkohol war bei jedem achten Verkehrstoten im Spiel.
Wegen des Überschlags und des Aufpralls verletzten sich die Insassen, fünf Männer im Alter zwischen 26 und 37 Jahren, teilweise schwer. Einige von ihnen stammen aus dem Raum Aichach, die anderen sind in Ostdeutschland gemeldet. Zwei Männer wurden mit Rettungswagen ins Klinikum nach Augsburg gebracht. Die anderen Verletzten mussten mit Rettungshubschraubern abtransportiert werden. Ein Mann schwebte am Donnerstagmorgen noch in Lebensgefahr.
Hubschrauber und Spürhund suchten Fahrer
Als die Beamten am Unfallort eintrafen, stand für sie schnell fest, dass der Unfallverursacher geflüchtet war. Die Verletzten konnten vor Ort keine Aussage machen, deshalb lief am Mittwochabend noch eine umfangreiche Suche an der Unfallstelle an. Etwa 30 Mitglieder der Feuerwehr Thierhaupten, ein Polizeihubschrauber, mehrere Streifen und ein Spürhund waren im Einsatz. Doch sie alle konnten den Fahrer nicht finden.
Das Fahrzeug an der Unfallstelle wurde zu weiteren Untersuchungen sichergestellt und abgeschleppt. Der Gesamtschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.