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Gersthofen: Rechner aus der eigenen Produktion

Gersthofen

Rechner aus der eigenen Produktion

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    Léon (links) schraubt auch privat an seinem Rechner, aber in der Lernwerkstatt bekommt er fachmännische Anleitung von Ferdinand Philipps.
    Léon (links) schraubt auch privat an seinem Rechner, aber in der Lernwerkstatt bekommt er fachmännische Anleitung von Ferdinand Philipps. Foto: Diana Deniz

    Erstens: Den Anweisungen unbedingt Folge leisten. Zweitens: Vorsicht Strom! Drittens: Vorsicht Lüfter! Viertens: Achtung, empfindliche Bauteile! Dann noch unbedingt das Erdungsarmband angelegt und schon konnte es losgehen. 16 Jungs und zwei Mädchen der Mittelschule Gersthofen, die am Wahlfach Informatik teilnehmen, durften die neuen Schulcomputer selbst zusammenbauen.

    Ein lehrreiches, spannendes Projekt, das durch die Lehrkräfte Florian Ostermeier und Christoph Hlavacek, die Stadt Gersthofen sowie die Firmen PH-Soft Computer aus Gersthofen und die Wortmann AG, den größten Computerhersteller Deutschlands, ermöglicht wurde.

    Das Projekt nennt sich Terra Lernwerkstatt und die Computer der Mittelschule sind nun nicht nur Made in Germany, sondern in der Endfertigung Made in Gersthofen. Die Neuntklässler hatten sichtlich Spaß und Interesse an der Montage. Alle Bauteile wurden von IT Servicetechniker Stefan Lerch vorab gezeigt und erklärt.

    „Let´s start, but safety first“ (fangen wir an, aber Sicherheit hat Vorrang), lautete seine Devise. Deshalb waren die Anweisungen zu Beginn sehr wichtig. Lerch zeigte auf einer großen elektronischen Tafel detailliert die einzelnen Schritte. Fragen wurde geklärt, wie etwa „Wozu braucht man Erdungsarmbänder und womit beginnt man bei der Montage?“ „Ach ja, und bitte unbedingt die richtige Schraube in das Gewinde, da es sonst kaputt ist“, wies Lerch die Amateur-Techniker an.

    Der Musiksaal der Mittelschule wurde an diesem Vormittag für gut vier Stunden zur PC-Werkstatt umfunktioniert. Selbst das Betriebssystem konnten die Schüler selbst installieren. Dazwischen wurde natürlich auch mal Pause gemacht und Pizza schnabuliert.

    Rektorin Sigrid Puschner freute sich für die Schule, denn die Computer waren dringend notwendig. Laut Fritz Häußler von der Wortmann AG ist das Schulprojekt aus zwei Gründen sehr sinnvoll: „Die Schüler lernen, wie ein Computer aufgebaut ist. Außerdem lässt der Vandalismus nach, da die Kinder wenig Lust haben, ihr mühsam gebautes Produkt wieder kaputt zu machen.“ Die Computer sind laut Ostermeier und PH-Soft im Vergleich zu fertiger Discountware nicht teurer, dafür individuell auf die Schule abgestimmt.

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