Mit einer Flugdrohne wollte eine Firma eine Baustelle im Nordwesten der Stadt fotografieren. Als das Fluggerät wieder zurückbeordert werden sollte, passierte es: Auf einmal machte sich der fünf Kilogramm schwere und einen Meter breite Flugroboter selbstständig und nahm Kurs in entgegengesetzter Richtung. Obwohl er einen Peilsender hat, fehlte von ihm jede Spur.
Am Samstag nun hat sich Albert Kohl, Geschäftsführer des Bobinger Energieunternehmens, dem die Drohne gehört, auf unserer Facebook-Seite gemeldet und geschrieben, dass die Drohne wieder aufgetaucht sei. Sie sei mit dem automatischen Notlandeprogramm auf dem Parkplatz einer Firma in Gersthofen gelandet und habe niemand einen Schaden zugeführt oder sonst etwas beschädigt, so Kohl: "Zumindest der Teil der Technik hat zuverlässig funktioniert."
Der Finder habe sie erstmal zu sich ins Büro gestellt. Als er am Samstag den Artikel las, meldete er sich bei dem Unternehmen. "Jetzt geht die Drohe erstmal zum Check um rauszufinden, was die Ursache war", so Kohl.
Die Drohne ist so viel wert wie ein Neuwagen
Tobias Albrecht ist Prokurist des Unternehmens und steuerte die Drohne, die etwa so viel wert ist wie ein Neuwagen. Albrecht, der einen Pilotenschein für das beim Luftfahrtbundesamt zugelassene Fluggerät machte, erklärt: „Wir waren mit den Aufnahmen fertig, ich wollte die Drohne mit einer automatischen Heimkehrfunktion wieder zurück an unseren Ausgangspunkt, den Ballonstartplatz in Gersthofen, zurückholen.“
Dazu kam es aber nicht: Sobald Albrecht die Funktion betätigt hatte, beschleunigte die Drohne in nordwestlicher Richtung und verschwand aus dem Sichtbereich. Warum das passiert ist, könne sich auch der Hersteller des Gerätes nicht erklären. „Als einzige Erklärung kommt derzeit ein technischer Defekt in Frage.“