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Kommunalwahl 2020

16.03.2020

In Diedorf gibt es eine neue Mehrheit im Gemeinderat

In der Schul-Aula gratulierten am Sonntagabend die Parteikollegen dem alten und neuen Diedorfer Bürgermeister Peter Högg (Wir für Diedorf).
Bild: Andreas Lode

Plus Die CSU gewinnt am meisten, allein WfD verliert leicht. Dennoch ist unklar, ob sich nun neue Gemeinschaften bilden. Eine Mehrheit gibt es nämlich schon.

Mehr zu verteilen als bei der vorherigen Gemeinderatswahl gab es in diesem Jahr in Diedorf: Weil die Einwohnerzahl wieder auf über 10000 Menschen gestiegen ist, gibt es nun in der Marktgemeinde wieder 24 Sitze im Rat – so, wie schon vor 2014, als es nur 20 waren. Fast alle dieser zusätzlichen Sitze gehen an die CSU, die am stärksten zugelegt hat: Sie verfügt nun über sieben statt wie zuvor über nur vier Sitze.

Darüber freut sich der Vorsitzende der CSU Diedorf, Gemeinderat Horst Heinrich. Allerdings: Die Enttäuschung über die Niederlage des Bürgermeisterkandidaten sitzt tief bei ihm – schließlich sei es um wenige hundert Stimmen gegangen. Dennoch zeigt er sich gesprächsbereit. „Wir müssen jetzt die Gräben überbrücken“, spielt er auf den Wahlkampf an, der auf beiden Seiten nicht in jedem Fall optimal gelaufen sei. Generell wolle man jedoch mit allen Fraktionen im Rat sprechen. Miteinander sprechen, das will auch der Fraktionsvorsitzende von Wir für Diedorf (WfD), Daniel Fendt. Schließlich seien die Ziele in den Parteiprogrammen oft gar nicht so verschieden. „Oftmals geht es nur darum, ob man links- oder rechtsrum geht“, beschreibt er. Seiner Ansicht nach wäre es schlimm, wenn man in der Kommunalpolitik nicht mehr miteinander sprechen könnte. „Das Miteinander ist doch wichtig“, sagt er. Deshalb hofft er auch, nun nicht selbst als Fraktion im neuen Gemeinderat ausgeschlossen zu werden. Zuversichtlich stimmt ihn der Anteil an vielen neuen Gemeinderäten. „Da kommen auch neue Ideen auf.“

Högg: "Wir können nicht so weitermachen, wie bisher"

Klar ist aber auch: „Wir können nicht weitermachen, wie bisher“, so Bürgermeister Peter Högg am Tag nach seiner Wiederwahl. Bislang hatten WfD und SPD oftmals gemeinsam im Gemeinderat gestimmt, CSU, Grüne, Bürgerunion (BU) und Freie Wähler (FW) hatten gemeinsam weniger Stimmen als diese Gemeinschaft.

In Diedorf gibt es eine neue Mehrheit im Gemeinderat

Das ist nun anders, wie der Vorsitzende der Bürgerunion, Frank Wasser deutlich macht: 14 Stimmen stünden nun gegen zehn. „Wenn wir uns nicht auseinanderdividieren lassen, dann können wir jetzt Sachpolitik machen“, spricht er die neuen Verhältnisse an. Er glaubt nicht, dass sich an der Verbindung der vier zueinander etwas ändern werde. Schließlich kenne man sein gegenüber. „Ich weiß nicht, warum sich meine Haltung zu den letzten sechs Jahren Politik ändern sollte.“

Ex-FCA-Kapitän Sören Dreßler ist jetzt im Gemeinderat

Einen Sitz mehr als zuvor haben die Grünen im Marktgemeinderat Diedorf. Dennoch überwiegt bei Ortsvorsitzendem Andreas Köglowitz die Enttäuschung. „Wir hätten uns den besseren Bürgermeister für Diedorf gewünscht“, sagt er und meint damit Thomas Rittel von der CSU. Dennoch sagt er: „Wir sprechen generell immer mit allen.“ Aber dann müssten auch alle mit ihnen sprechen. Ebenfalls zwei Sitze haben die Freien Wähler erlangt und damit ihren Anteil verdoppelt. Die SPD verharrt bei zwei Sitzen, „das ist auch eine persönliche Enttäuschung für mich“, so Ortsvorsitzender und Nachrücker Thomas Schwarz. Man sei wohl im allgemeinen Trend der SPD gefangen. Dennoch wolle man mit allen anderen Fraktionen im Rat sprechen. „Es kommt uns auf die Sache an.“ Ein klein wenig Glamour zieht auch in den Gemeinderat ein: Für die Bürgerunion sitzt nun Sören Dreßler im Rat, der ehemalige Kapitän des FCA.

Die Gewählten:

CSU 7 Sitze (2014: 4)

1. Thomas Rittel

2. Christoph Schwarzholz

3. Horst Heinrich

4. Johanna Jiresch-Spengler

5. Elisabeth Lohner

6. Thomas Wetzel

7. Michael Breitsameter

Nachrücker:

8. Christoph Kain

9. Elena Herrmann



Grüne 3 Sitze (2014: 2)

1. Andreas Köglowitz

2. Claudia Kargl

3. Monika Wurst

Nachrücker:

4. Daniela Hüttl

5. Armin Kränzle

FW/FWV Bayern 2 Sitze (2014: 1)

1. Anton Fischer

2. Marcus Hartmann

Nachrücker:

3. Andreas Endreß

4. Michael Wieser



SPD 2 Sitze (2014: 2)

1. Alexander Neff

2. Maria Prues

Nachrücker:

3. Thomas Schwarz

4. Philipp Niegl



Wir für Diedorf 8 Sitze (2014: 9)

1. Peter Högg

2. Daniel Fendt

3. Michael Kruis

4. Thomas Kugelmann

5. Petra Friess

6. Maria Abbt

7. Anita Rosas Wolf

8. Denis Letz\u00091609

Nachrückerin für Bürgermeister

Peter Högg:

9. Ute Wagner

Nachrücker:

10. Christine Lehmeyer

11. Thomas Weber




Bürgerunion 2 Sitze (2014: 2)

1. Frank Wasser

2. Sören Dreßler

Nachrücker:

3. Ludwig Gumpp

4. Armin Zäh

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Jetzt geht’s nur gemeinsam und Peter Högg will Diedorf wieder einen


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