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Landkreis Augsburg: Hochbetrieb auf den Hausdächern

Landkreis Augsburg

Hochbetrieb auf den Hausdächern

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    Viele Satellitenschüsseln werden in diesen Tagen noch umgerüstet.
    Viele Satellitenschüsseln werden in diesen Tagen noch umgerüstet. Foto: dpa

    Fernsehtechniker sind in diesen Tagen gefragte Leute. Denn zum 30. April schalten die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender die analoge TV-Ausstrahlung über Satellit ab. Die Nutzer empfangen dann über Satellit nur noch digitales Fernsehen. Auch der analoge Radioempfang endet. Die Umstellung sorgt bei Kunden für einige Verunsicherung und für viele Fragen in Elektrogeschäften.

    In Bayern sind etwa eine halbe Million Menschen von der Abschaltung betroffen. Weil viele Nutzer ihren Anschluss noch rechtzeitig umrüsten wollen, herrscht bei den Fernsehtechnikern im Landkreis Hochbetrieb. „Bei uns ist die ganze Woche mit Terminen durchgeplant“, sagt Fernsehspezialist Thomas Mayr aus Neusäß. „Kurzfristig können wir keinen Kunden mehr dazwischenschieben.“ Auch bei der Wörle Fernseh GmbH in Zusmarshausen werden Überstunden gemacht. „Wir werden auch Samstag und Sonntag arbeiten, um noch alle Termine vor dem 30. April zu schaffen“, sagt Alfons Wörle.

    Ein Großteil der Haushalte mit analogen Satelliten habe allerdings schon auf digitalen Empfang umgerüstet, erzählt der Fernsehtechniker. „Die meiste Arbeit ist schon gelaufen.“

    Trotzdem kämen immer noch viele verunsicherte Kunden zu ihm, sagt Wörle. Viele wüssten nicht, ob sie schon digital fernsehen. „Allein heute Vormittag haben zehn Leute angerufen und sich informiert.“ In der Regel könne er sie aber beruhigen. Denn „die meisten Fernseher sind schon auf digitalen Empfang umgestellt“. Das gelte vor allem für Flachbildschirme und alle Geräte, die jünger als fünf Jahre sind.

    Auch bei Thomas Mayr melden sich viele besorgte TV-Nutzer. „Die Kunden haben von der Abschaltung im Fernsehen gehört und sind jetzt aufgescheucht.“ Oft könne er aber schon am Telefon herausfinden, ob der Nutzer umrüsten muss oder nicht, sagt Mayr. Denn nicht betroffen von der Abschaltung sind Kunden mit neueren Satellitenschüsseln, analogem Kabelempfang, Internetfernsehen oder DVB-T.

    Wer sich nicht sicher ist, ob das eigene Gerät von der Abschaltung betroffen ist, kann das im Teletext der meisten Fernsehprogramme überprüfen: Auf der Teletextseite 198 wird diejenige Empfangsart angezeigt, die der Nutzer gerade verwendet.

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