Und plötzlich fliegt der Bär nach vorne. Dann nämlich, wenn der Bus bei nur 20 Stundenkilometern eine Vollbremsung hinlegt. Beim Schulbustraining der Firma Ludwig in Zusmarshausen wird erstmals auch den Schulbuslotsen eindrucksvoll demonstriert, warum sie sich während der Fahrt hinsetzen sollen. Dass der Busfahrer eine Vollbremsung macht, weil er einen Wutausbruch hat, wie jüngst in Erlingen, ist natürlich nicht vorgesehen. „Uns hat noch nie ein Busfahrer angebrüllt“, bestätigt ein Schüler.
Gurte zum Anschnallen gibt es übrigens schon im Schulbus, sie sind aber nicht vorgeschrieben, ein bisschen unpraktisch und werden deshalb auch kaum genutzt, wie Firmenchef Fritz Ludwig erklärt.
Polizeibeamter Wolfgang Nowak, langjähriger Verkehrserzieher, fragt die Schulbuslotsen – Schüler, Ansprechpartner im Bus, die auch für Ruhe und Disziplin sorgen sollen – nach ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten. Kaum einer der Jugendlichen kann von größeren Problemen berichten. Bemängelt wird halt das übliche Gedrängel und Geschubse beim Einsteigen, „der tägliche Wahnsinn“, wie es eine Lehrerin ausdrückt.
Anschließend demonstrierten Markus Trometer und Maximilian Ludwig, wo die Gefahrenzonen am Bus sind (wo beispielsweise der tote Winkel beginnt) und dass es dreimal so schnell geht, wenn alle gesittet und ohne Schubsen nacheinander in den Bus einsteigen.