Das Dinkelscherber
Seniorenheim
soll geschlossen werden. Das teilt die
Hospitalstiftung
am Donnerstag mit. Der Beschluss sei vor wenigen Tagen gefasst worden.
Hintergrund sei, dass die gesetzlichen Vorgaben für Einrichtungen der stationären Altenhilfe in Bayern verschärft worden sind. Die Hospitalstiftung stehe deshalb vor „unüberwindbaren Herausforderungen“.
Renovierung des Gebäudes sei zu aufwendig
Das Gebäude des Seniorenheims Dinkelscherben sei aufgrund der Gebäudestruktur nach aktuellem Stand sehr weit entfernt von der Erfüllung der bayerischen Gesetze. Um die geforderten Mindestgrößen von Bewohnerzimmern, der dazu gehörenden Bäder, den Aufenthaltsräumen, Fenstergrößen und vieles mehr zu erfüllen, sei eine Investition im hohen einstelligen Millionenbereich erforderlich. Der Denkmalschutz des historischen Gebäudes erschwere den nötigen Umbau zusätzlich. Die erforderliche Sanierung und Modernisierung des Hauses stelle für die Hospitalstiftung somit keine Option dar.
Dinkelscherber Bewohner sollen in Zusmarshauser Einrichtung unterkommen
Alle Bewohner des Seniorenheims Dinkelscherben sollen dabei unterstützt werden, einen Platz im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen oder in den umliegenden Einrichtungen zu finden.
Auch die Dinkelscherber Mitarbeiter sollen in Zusmarshausen oder in einer der umliegenden Einrichtungen weiterhin beschäftigt werden.
Was aus dem Gebäude des Seniorenheims in Dinkelscherben wird, ist noch unklar. Grundsätzliche sei eine Nutzung im Sinne des Stiftungszwecks, also der Pflege alter Menschen, geplant. Dazu gebe es bereits erste Gespräche und Verhandlungen.
Bürgermeister Kalb kritisiert die Schließung des Seniorenheims
Der Dinkelscherber Bürgermeister Edgar Kalb kritisiert die Entscheidung der Hospitalstiftung scharf. Der Markt Dinkelscherben sei entsetzt über die Pläne zur geplanten Schließung. Kalb: „Eine Jahrhunderte alte, soziale Einrichtung wird aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen eliminiert“. Der Bürgermeister bedauert außerdem, dass der Markt Dinkelscherben nicht in die Entscheidungsprozesse einbezogen worden sei. „Wir bitten den Verwaltungsausschuss, die Vorgehensweise zu ändern, das Seniorenheim auf den aktuellen Stand zu bringen und die Einrichtung auch in Zukunft weiter zu führen“, so Kalb.