Aystetten Die ersten Bäume sind gefallen – trotz einiger Kritik werden am Ortsausgang Aystetten seit gestern Birken und Fichten gefällt – insgesamt 80 Stück sollen entlang der Staatsstraße 2032 weichen. Notwendig dafür ist auch eine Vollsperrung, die Umleitung ist ausgeschildert (wie berichteten). Nach wie vor erreichen uns Zuschriften von Lesern, die sich über die Aktion empören (siehe Seite 2). Auch Gemeinderätin Maria Hackl hatte sich in der vergangenen Woche darüber beklagt, dass weder Gemeinderat noch Bürger vernünftig informiert worden seien.
Das sieht Aystettens Bürgermeister Peter Wendel anders: Zum einen sei die Gemeinde gar nicht involviert, weil es weder um Gemeindegrund noch um eine Gemeindestraße gehe. Zum anderen sei er vom Augsburger Bauamt ausreichend informiert worden und habe das im Gemeindeblatt auch veröffentlicht. „Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wusste ich es nicht, sonst hätte ich es bekannt gegeben.“ Zwar habe er Verständnis für das Engagement einzelner Bürger, doch ihn selbst habe lediglich ein Anruf und eine E-mail zu diesem Thema erreicht. Handlungsbedarf sieht er keinen: „Ich habe mich beim Bauamt ausführlich über die Notwendigkeit des Baumfällens erkundigt.“ Er müsse hier den Fachleuten vertrauen. „Ich selbst kann nicht hinaus gehen und entscheiden, welcher Baum ein Risiko darstellt und welcher nicht.“
Und wenn an der Straße etwas passieren würde, wenn etwa ein Ast auf ein Auto falle, würde das erst recht viel Kritik auslösen, sagte Wendel: „Natürlich wollen wir im Grünen wohnen, doch die Sicherheit geht vor.“
Er habe sich vom Bauamt auch sagen lassen, dass einzelne Fällungen in den vergangenen Jahren verschoben worden seien, um eine Vollsperrung zu vermeiden. Auch deshalb seien es jetzt so viele Bäume auf einmal. „Auf diese Aussagen muss ich mich einfach verlassen“, sagte Wendel, dem es um die Bäume dennoch leid tut. (bale)