„Trotz Corona sind bei uns viele Aktionen gelaufen“, sagt Petra Kutter, Jugendpflegerin des Jugendtreffs Welden, im Rückblick auf die Sommerferien. Der Zulauf sei groß gewesen wie nie. Der Treff musste zwar Mitte März komplett schließen, startete jedoch nach den Pfingstferien Mitte Juni wieder durch.
Das war auch gut so, darüber waren sich die Jugendpflegerin und Bürgermeister Stefan Scheider einig. Denn gerade für Jugendliche sei es enorm wichtig, wenn sie gemeinsam aktiv sind. „Die jungen Leute waren von dem Lockdown und den Online-Angeboten schon sehr genervt.“ Deshalb sei auf dem Freizeitgelände sowie bei den Freizeitangeboten des Jugendtreffs viel los gewesen.
Die Covid-Auszeit ist für die Jugend in Welden eine große Herausforderung
„Von Null wieder hochzufahren, ist nicht so einfach“, beschreibt Petra Kutter die Situation. „Wir müssen sie annehmen und das Beste daraus machen. Corona ist nach wie vor präsent.“ Die erste Aktion war Anfang Juni, als sie gemeinsam mit dem Schützenverein die Altpapiersammlung durchführen konnten.
Auch für Petra Kutter bedeutet die Covid-19-Zeit eine große Herausforderung in der Verwaltungs- sowie in der Beratungs- und Aufklärungs- sowie den Verwaltungsarbeiten. „Für jedes Projekt und für die Räumlichkeiten musste ein individuelles Hygienekonzept erstellt werden.“ Die Öffnungszeiten mussten verkürzt werden, dafür wurden sie auf mehrere Tage verteilt. Bei Regenwetter war der Innenbereich lediglich für insgesamt zehn Besucher zulässig.
Dass die Jugendpflegerin dieses Jahr bereits ihr zehnjähriges Jubiläum im Jugendtreff Welden feiert, kann sie gar nicht so recht glauben. „Nach wie vor zeigt sich, dass die offene Jugendarbeit systemrelevant ist und eine große Herausforderung darstellt.“ Das schöne Wetter in den Ferien haben die Jugendlichen für Umbauten im Außenbereich genutzt. Mit viel Motivation wurde auch einiges geschaffen. Kabeltrommeln wurden künstlerisch zu Tischen umgestaltet, Chillstühle und Sitzinseln mit Logo vom Jugendtreff gebaut. So nach und nach ging es dann auch wieder mit Veranstaltungen los, wie beispielsweise Grillen, Chill- und Freiluftkinoabende, Ausflug zum Stand Up Paddling auf der Wörnitz und vieles mehr.
Parkour-Basiskurs von Juli bis Dezember in Welden
Der Parkour-Basiskurs, der von Juli bis Dezember bei Wind und Wetter angeboten wird, wurde bislang gut angenommen. „Trotzdem sind immer noch Plätze frei.“ Die Jugendlichen haben nur darauf gewartet, bis es auch auf dem Freizeitgelände wieder losgehen konnte, erzählt Kutter. Jede zweite Woche am Sonntag trafen sich Jugendliche ab zwölf Jahre, um am Kurs teilzunehmen. Das Freizeitgelände selbst erfreut sich großer Beliebtheit. „Es wird auch von Familien mit Migrationshintergrund aus Augsburg gut besucht, die meist zum Grillen kommen.“
Passend zum internationalen Jugendtag am 12. August fand mit zehn Jugendlichen das bis jetzt größte Graffitiprojekt „Welden wird bunt“ statt. Meist sorgt das Graffiti sprayen für Ärger. Doch als am internationalen Jugendtag Jugendliche unter professioneller Anleitung von „Die Bunten e.V.“ eine Station am neu eingerichteten Meditationsweg besprühten, gab es großes Lob und Bewunderung. „Es ist einfach toll, seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen“, findet auch Bürgermeister Stefan Scheider.
Infos und Anmeldungen unter: www.junges-welden.de
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