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Ellgau

09.07.2019

Wie der Mühlbach Ellgau schöner macht

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Am Mühlbach in Ellgau wurden neben einem Holzdeck auch Steinbuhnen, Findlinge und Wurzelstöcke eingebaut. Drahtmatten sollen verhindern, dass Biber an diesem Abschnitt heimisch werden.

An dem Gewässer gibt es jetzt eine Kneipp-Anlage und ein Holzdeck. Doch damit ist mit der Verschönerung des Umfelds noch lange nicht Schluss.

Feierstunde für Ellgau: Auf einer Strecke von 300 Metern ist der Mühlbach im Dorf renaturiert worden und verleiht dem Ort einen besondern Charme. Knapp 800000 Euro hat das gekostet, eine halbe Million davon kommt vom Freistaat.

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Die Dorferneuerung in Ellgau gibt es bereits seit dem Jahre 2004. Dafür stehen Fördergelder von bis zu 1,32 Millionen Euro zur Verfügung, wovon bisher rund 771 000 Euro (ohne Mühlbach) ausgereicht wurden. Bisherige Schwerpunkte in Ellgau waren der Neubau des Mehrzweckhauses (Einweihung Oktober 2011), die umfassende Neugestaltung der Ortsmitte sowie der Anbau des „Hauses der Vereine“ an das Schulgebäude (gemeinsame Einweihung Juni 2014).

Ehemaliges Raiffeisen-Lagerhaus wird saniert

Die Aufstellung von Schautafeln für einen „Historischen Ortsrundgang“, die Erstellung einer Dorfchronik (neun Jahre Recherche) und eine Baufibel für Ellgau wurden ebenso gefördert. Und das Projekt ist noch lange nicht am Ende. In einem nächsten Schritt wird das ehemalige Raiffeisen-Lagerhaus saniert und erhält eine neue Funktion.

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In einem neuen Gebäude werden Räumlichkeiten, insbesondere Lagerräume für die örtlichen Vereine geschaffen und eine Mosterei untergebracht. Es kann zusätzlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Das Gelände rund um das Lagerhaus erhält ebenfalls ein „neues Gesicht“. Gedacht ist an eine Art „Seebühne“ mit Zugang zum Wasser und an einen dörflichen Treffpunkt, sozusagen ein kleiner Festplatz mit „Biergarten-Flair“.

Sie freuen sich über die Renaturierung des Mühlbaches: (von links) Bürgermeister Manfred Schafnitzel, die Abgeordneten Georg Winter und Johann Häusler Bauoberrat Manfred Pfeiffer, Architekt Walter Herb und stellvertretende Landrätin Anni Fries. 
Bild: Rosmarie Gumpp

Bei der Abschlussfeier „Renaturierung des Mühlbaches“ erinnerte Bürgermeister Manfred Schafnitzel an die intensive Planungs- und Durchführungsphase und die stets gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Bauoberrat Manfred Pfeiffer, Vorsitzender des Vorstandes der Teilnehmergesellschaft vom Amt für Ländliche Entwicklung in Krumbach blickte bei seiner Ansprache auf den intensiv geführten vierjährigen Planungsprozess mit umfassender Bürgerbeteiligung zurück. „Fünf Sitzungen des Arbeitskreises Neugestaltung Mühlbach standen an, eine Ortsbegehung, eine Exkursion ins Allgäu, zwei Anliegerversammlungen und eine umfassende Information in der Bürgerversammlung gingen der Bauphase voraus“, so Pfeiffer.

Biber am Mühlbach soll gebremst werden

Am Mühlbach, der aus dem Lechkanal abgeleitet wird, wurden Ufer befestigt und Drahtmatten eingezogen, um den Biber zu bremsen. Ziel war eine eine bessere Zugänglichkeit für Besucher in ausgewählten Abschnitten, eine Verbesserung des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen und keine Veränderung der Durchgängigkeit des Durchflusses. Wichtige Punkte waren der Einbau von Steinbuhnen, einzelnen Findlingen und Wurzelstöcken, die Aufweitung des Bachbettes in zwei Bereichen, der Bau eines Holzdecks und einer Wassertretanlage im Bereich des Trafoturmes mit Flachwasserzone, Treppen und Trittsteinen.

Der Erhalt des Trafoturmes als Kulturdenkmal (Künstlerin Petra Götz) ist ein weiterer Punkt.

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