In Leitershofen hat sich der jahrhundertealte Pfingstbrauch des Wasservogels bis heute erhalten. Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag zogen die fünf Jugendlichen und junge Erwachsene von 13 bis 20 Jahren trotz der Hitze einen Tag lang von Haus zu Haus. Gemäß der Leitershofer Überlieferung wird dem Brauch folgende Bedeutung zugemessen: Der Wasservogel (ein ganz in Ginster und Birke eingemachter Bursche) wird von den Bürgern mit Wasser übergossen. Damit wäscht man sich von den Verfehlungen des vergangenen Jahres rein. Als Buße werden Geld und Süßigkeiten (früher Eier, Butter, Speck) gegeben. Auch dieses Jahr spendet der Wasservogel wieder zugunsten der Stillen Hilfe Stadtbergen. Die Spende wurde bei der Abschlussgrillfeier an die Stadtberger Bürgermeister Paul Metz und Michael Smischek übergeben. Der Dank ging an die Wasservögel, darunter vor allem Lukas Riegel für das Aufbinden, der Oma und Maria Heisele für das Mittagessen sowie ganz besonders Claudia Riegel, die dieses Mal sogar den 25. Hochzeitstag dem Brauch untergeordnet hat. (AZ)
Stadtbergen
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