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Bauerndemo im Kreis Augsburg: Stau & Blockaden am Dienstag

Landkreis Augsburg

Der Bauern-Protest im Landkreis Augsburg geht am Donnerstag weiter

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    In Schwabmünchen fand am Dienstagabend eine große Bauerndemonstration statt.
    In Schwabmünchen fand am Dienstagabend eine große Bauerndemonstration statt. Foto: Christian Kruppe

    Nach den großen Protesten zu Beginn der Woche geht es im südlichen Landkreis Augsburg am Donnerstagabend um 18 Uhr mit einem Mahnfeuer weiter. Auf dem Hof der Familie Egger in Langerringen in der Hurlacher Straße 17 haben Interessierte die Möglichkeit mit Landwirten ins Gespräch zu kommen.

    Am Dienstagabend war schon eine gute Stunde vor dem Start der Protest-Aktion die Schwabmünchner Westumgehung zwischen den Kreisverkehren im Norden der Feuerwehr ein Meer blinkender, oranger Rundumleuchten. Doch nicht nur da stauten sich die Tratoren und Lastwagen. Auch in Richtung Großaitingen und Leuthau reichten sich die Fahrzeuge ein. Kein Wunder, dass bei den Verantwortlichen des Bauernverbandes die Stimmung ob der vielen Teilnehmer gut war. "Wir hatten etwas mehr als 300 Anmeldungen. Aber da war kein einziger Lastwagen dabei", erklärt Helmut Kugelmann. Mit Blick auf die volle Umgehung schätzt er, dass die Zahl der Fahrzeuge wohl auf 500 anwachsen wird. 

    Protest in Bildern: 400 Fahrzeuge bei Protestaktion in Schwabmünchen

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    Drei Stunden war die Schwabmünchner Innenstadt am Dienstagabend dicht: 400 Fahrzeuge waren bei der Kundgebung der Landwirte auf den Straßen.

    Viele der Fahrzeugen hatten Plakate oder Schilder dabei, mit der sie weiter Kritik an den Sparplänen der Bundesregierung üben. Die wird es auch an der Kundgebung zu hören gegeben haben, die nach dem Korso auf dem Schwabmünchner Festplatz stattgefunden hat. Dort hat auch der Kreisvorstand Martin Mayr eine Rede gehalten. Auf den Weg dorthin säumten viele Menschen die Straße und unterstützten die Landwirte. 

    Bauern planen am Dienstag Kundgebung in Schwabmünchen

    Die Polizei wies bereits im Vorfeld darauf hin, dass es ab 18 Uhr zu Verkehrsbehinderungen in Schwabmünchen kommen kann. Mehrere Verkehrssperrungen seien notwendig. Die Polizei begleitete die Versammlung, um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten und gleichzeitig die Beeinträchtigung der Bevölkerung möglichst gering zu halten. Betroffen war der Volksfestplatz, der in dieser Zeit nicht als Parkplatz zur Verfügung stand. 

    Auch im weiteren Innenstadtbereich war laut Polizei mit Einschränkungen zu rechnen. Markus Trieb, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, teilte mit: "Bereits vor den Anfangszeiten und auch nach Versammlungsende gegen 20 Uhr kann es durch An- und Abreise der Versammlungsteilnehmer örtlich zu entsprechenden Behinderungen kommen."

    Ein Lob an die Bauern gab es von der Feuerwehr Schwabmünchen. Gegen 17.15h rückten die Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall auf der Ortsverbindung Richtung Leuthau aus. Kommandant Stefan Missenhardt teilte mit: "Obwohl sich bereits viele landwirtschaftliche Fahrzeuge im Rahmen der Aufstellung für den Protestzug auf der Westumgehung und auf dem Kreisverkehr beim Feuerwehrhaus befanden, konnte die Feuerwehr, die mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs war ungehindert passieren." Das gleiche Bild habe sich an der Einsatzstelle gezeigt. "Beteiligte einer Traktorkolonne, die unterwegs nach Schwabmünchen war, sicherten die Unfallstelle ab und drehten nach Sperrung der Straße durch die Feuerwehr selbstständig." Auch bei der Rückfahrt zum Feuerwehrgerätehaus sei es zu keinerlei Behinderungen gekommen.

    So verlief der Start der Bauernproteste im Landkreis Augsburg

    Am Montagmorgen rollte die Bauern-Demo durch den Landkreis. Von Gersthofen aus ging es über Landstraßen in Richtung Zusmarshausen. Augenscheinlich beteiligten sich zunächst etwa 50 Landwirte mit Traktoren an der Aktion. Im Laufe des Vormittags wurden es immer mehr. 

    Laut Veranstalter fuhren am Montagmittag etwa 300 Lastwagen, Traktoren, Transporter und Autos mit dem Demozug durch den Landkreis. Autofahrer mussten den ganzen Tag über mit Stau rechnen. Die Demo war bis 17 Uhr angemeldet. 

    Bauernprotest: Blockaden entlang der Autobahn A8

    Neben dem Protest-Zug durch den Landkreis sind in der ganzen Region weitere Aktionen der Landwirte geplant. So blockieren am Montagvormittag einige Traktoren Kreisverkehre entlang der A8, unter anderem in Adelsried.

    Eindrücke von den Protesten der Landwirte im Augsburger Land

    Mit Schildern wie diesem üben Bauern im Landkreis Augsburg Kritik an der Regierung.
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    Landwirte im Landkreis Augsburg beteiligen sich an der deutschlandweiten Protestwoche der Bauern. Teilweise war der Verkehr davon stark beeinträchtigt.

    Im südlichen Landkreis bremsen am Vormittag rund 30 Traktoren das Logistikzentrum Graben aus. Dort befinden sich unter anderem der Versandriese Amazon oder das Hermes-Logistikzentrum. Die Zugmaschinen fahren im Schritttempo zwischen den beiden Kreisverkehren hin und her.

    Behinderungen an den B17-Zubringern Graben und Klosterlechfeld

    Am Morgen gab es laut Polizei im Berufsverkehr Behinderungen an den B17-Zubringern Graben und Klosterlechfeld. Es habe aber keine Blockaden gegeben, sagte Markus Graf von der Schwabmünchner Polizeiinspektion. Seine Kollegen vor Ort hätten mit den Landwirten gesprochen und auf sie eingewirkt, damit der Verkehr fließt. Überall entlang der B17 im Landkreis Augsburg waren Streifenwagen zu sehen, die das Geschehen im Auge behielten.

    Litten Einsätze des Rettungsdienstes unter den Verzögerungen? Andreas Schiessler, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes der Johanniter, teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit: "Bei uns sind keine Mitarbeiter zu spät zum Dienst erschienen, da wir im Vorfeld bereits, wenn die Arbeitszeit es zulässt, früher an die Rettungswachen einbestellt haben und somit pünktlich die Dienste besetzen konnten." Die Rettungsgassen haben laut dem Johanniter gut funktioniert. "Vereinzelt gab es kurze Verzögerungen bis die Blockaden gelöst wurden, das war aber in einem nicht erheblichen Sekunden-Bereich." 

    Bei den Anfahrten habe es also kaum Probleme gegeben. "Das größere Problem war dann mit dem Patienten in die Klinik zu kommen, da hier außer bei kritischen Patienten kein Sondersignal eingesetzt wird." Rettungsfahrzeugen, die im Stau stecken geblieben seien, habe die Polizei mit Eskorten geholfen. 

    Ähnliches berichtete Martin Gschwilm, Rettungsdienstleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Augsburger Land. Vereinzelt seien Mitarbeiter wegen der Bauernproteste zu spät zum Dienst gekommen. Aber auch er gab Entwarnung: "Den Wachen vor Ort ist gegebenenfalls bekannt, welche Orte sie umfahren müssen."

    Die großen Logistikfirmen Roman Mayer und Andreas Schmid aus Gersthofen lehnten eine Beteiligung am Protest ab. Dass sich dennoch einige Lastwagenfahrer den Bauern im Landkreis Augsburg anschließen, zeigte sich am Montagmorgen auf der Bundesstraße zwischen Schwabmünchen und Klosterlechfeld. Mehrere der großen Fahrzeuge fuhren auf beiden Spuren in stark reduziertem Tempo und bremsten so den Verkehr etwas aus. 

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