Ab September 2026 hat jeder Erstklässler und jede Erstklässlerin gesetzlich Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung. Ab 2027 gilt dies auch für die Kinder der zweiten Klasse. Der Gemeinderat Biberbach hatte im September vergangenen Jahres beschlossen, diese Aufgabe in Form eines Horts zu bewältigen. Außerdem soll dieses Angebot bereits in diesem Jahr sowohl für Kinder der ersten als auch der zweiten Klasse bereitgestellt werden.
Nun wurden mithilfe einer Umfrage die Eltern der Gemeinde gefragt, ob bei ihren Kindern ein Bedarf an Ganztagsbetreuung besteht. „Wir müssen den Bedarf für September feststellen, ob die Räume reichen und wie das Projekt gesehen wird“, sagte Bürgermeister Jarasch in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dort wurden die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt.
Der Bedarf an Kinderbetreuung auch in den Ferien in Biberbach ist bekannt
Demnach möchten die Eltern von 37 Kindern die Ganztagsbetreuung. In den Ferien im Herbst, im Fasching, Ostern und zu Pfingsten bietet die Gemeinde ebenfalls eine Betreuung an. Die Umfrage ergab, dass dort durchschnittlich mit 13 Kindern zu rechnen ist.
Bürgermeister Jarasch ist mit dem Ergebnis der Umfrage zufrieden. „Es sind stabile Größen, mit denen wir arbeiten können.“ Das Landratsamt muss nun noch die für den Hort vorgesehenen Räumlichkeiten beurteilen. Jarasch sieht das jedoch nur als Formsache. „Sie haben schon mal gesagt, dass die Räume so passen“, sagte er.
Wie sicher steht der Bedarf an einer Ganztagsbetreuung in Biberbach?
Tobias Merktle (Junge Liste) hielt das Vorgehen in Form einer Umfrage für gut, hatte aber einen Kritikpunkt: „Es war keine verbindliche Umfrage. Manche Personen haben ohne den Preis zu wissen, einfach mal ihren Bedarf angegeben, wie ich es mitbekommen habe.“ Er wolle vermeiden, dass die Gemeinde mit zu vielen Kindern plane. „Mir geht es nur darum, dass wir keinen Überbedarf einplanen, der am Ende nicht besteht, wenn die Preise doch höher sind als gedacht“, sagte Merktle. Wie hoch die Beiträge für die Eltern sein werden, steht bisher nicht fest.
Gemeinderätin Laura Theresa Ebert (UFB) forderte, noch mal gezielt nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Hort zu suchen, da diese eine spezielle Fortbildung benötigen. „Die Kindergartenleitung meinte, es werde nicht leicht, dafür Personal zu finden“, sagte Ebert in der jüngsten Sitzung. Bürgermeister Jarasch möchte erstmal den Bedarf feststellen und sich dann darum kümmern, wie viele Mitarbeiter benötigt werden. „Erst wenn ich weiß, wen ich alles brauche, kann ich anfangen zu suchen.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren