„Bewahren und Gedenken“ Worte aus dem jüdischen Glauben waren 1986 dem Bonstettener Georg Knöpfle noch nicht geläufig, als er zum ersten Mal das Bayerische Staatsarchiv besuchte. Was er fand, war eine Menge an Dokumenten aus alter Zeit, die zu Bonstetten erhalten waren. Damals wurde der Gedanke geboren, eine Ortschronik zu erstellen, was ihm 15 Jahre später auch gelungen ist. Mit den Erfahrungen, die er sammeln konnte, bot er eine Bestandsaufnahme des Gemeindearchivs an. „Es war eine wahre Fundgrube“, erzählt Knöpfle, der mittlerweile in Buttenwiesen wohnt. Doch viele der alten Bände waren in einem üblen Zustand. Teilweise 150 Jahre waren sie im Dachboden der alten Schule gelagert, überzogen von Staub und Taubendreck. Bereits 1951 waren dem Landratsamt Mängel in der Archivführung bekannt. Es fehlte einfach das Verständnis für diese unwiederbringlichen Werte. Damals konnten die Dokumente gerettet werden. Aktuell ist die Angst erneut groß, dass die Aufzeichnungen verloren gehen.
Bonstetten
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