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Bonstetten rüstet sich: Krisenmanagement informiert Bürger

Bonstetten

Bonstetter bekommen Post vom Krisenmanagement

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    Nach dem Hochwasser im Sommer musste - wie hier in Dinkelscherben - der Umgang mit dem vielen Schrott organisiert werden.
    Nach dem Hochwasser im Sommer musste - wie hier in Dinkelscherben - der Umgang mit dem vielen Schrott organisiert werden. Foto: Marcus Merk

    Vor rund einem Jahr hat die Gemeinde Bonstetten einen Krisenstab gebildet, um bei extremen Wetterverhältnissen, regionalen Stromausfällen, Ausfall der Wasserversorgung, Ausfall der Kommunikationsmöglichkeiten oder auch ein Blackout über mehrere Stunden bis Tage gerüstet zu sein. Vorgestellt hatte diesen Plan Christian Deil, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Der Krisenstab will im Ernstfall versuchen, potenzielle Schäden zu vermindern, die eigene Handlungsfähigkeit sicherzustellen sowie die Notversorgung aufrechtzuerhalten.

    Eine Bevölkerung, die in der Krise sicher ist und ein tieferes Verständnis der Vorgänge in einer Notlage hat und ein Austausch mit verschiedenen Gruppen innerhalb der Gemeinde: Das sind die Ziele des Krisenstabs. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten demnächst Post vom Krisenstab, in der darauf hingewiesen wird, wie sich der einzelne Bürger vorbereiten kann und wo es Hilfe gibt. Der Krisenstab will, dass die Menschen die Prozesse innerhalb der Gemeinde im Notfall verstehen, dass also nicht jeder vollgelaufene Keller nach Starkregen sofort von der Feuerwehr leergepumpt oder ein umgestürzter Baum entsorgt werden kann. Dabei sei der Austausch mit sämtlichen Gruppen in der Gemeinde wie Bauhof, Gemeinderat und anderen Dienstleitern sehr wichtig, sagte Christian Deil.

    Müllentsorgung, Kommunikation und Lebensmittel

    Ein großes Thema ist die Sicherstellung der kommunalen Infrastruktur. Dafür gab es bereits diverse Anschaffungen wie Notstromaggregat, Powermoon (Leuchtkegel), Analogfunkkoffer sowie Lagekarten, damit auch noch nach Tagen eine Kontaktaufnahme zur integrierten Leitstelle oder zum Führungsstab gewährleistet bleibt. Ein großes Thema, auch während der Corona-Pandemie, war die Müllentsorgung. „Wir versuchen, eine Grundversorgung für die Gesundheit herzustellen, aber auch eine Grundversorgung an Lebensmitteln bereitzustellen“, so Deil.

    Für die Aufrechterhaltung der Kommunikation wurde eine mobile Lautsprecheranlage angeschafft, um die Bevölkerung zu informieren, wenn es einen Stromausfall geben sollte. Auch Flugblätter mit wichtigen Informationen und Telefonnummern werden an Bürgerinnen und Bürger verteilt, damit jeder weiß, wo er welche Hilfe bekommen kann. Eine Koordination der möglichen Hilfen durch Besetzen des Feuerwehrhauses, eine Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wie beispielsweise Babynahrung, ist vorgesehen, sowie die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung.

    Krisenstab ist in verschiedene Bereiche gegliedert

    Der Krisenstab ist in unterschiedliche Bereiche gegliedert: Personal, Lagefeststellung, Einsatz (Beurteilung der Gesamtlage), Versorgung von Mitarbeitern im Einsatz wie auch die Versorgung der hilfsbedürftigen Bevölkerung und der Bereich Kommunikation. Insgesamt sind zehn verantwortliche Personen im Krisenstab vorhanden, die sich gegenseitig vertreten oder in einem zwölf-Stunden-Rhythmus abgelöst werden. Bürgermeister Antob Gleich sagte: „Wir sind überzeugt, dass das Geld für die Anschaffungen gut angelegt ist und hoffen, dass wir diese selten oder auch nie brauchen werden“.

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