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BSC Heretsried: Verein ärgert sich über Förderantrag

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Ärger um neues Flutlicht: Warum der BSC Heretsried sauer auf die Politik ist

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    Der BSC Heretsried hat die Flutlichtanlage auf dem saniert und auf LED umgerüstet. Auf die Förderung von rund 12.000 wartet der kleine Verein allerdings auch anderthalb Jahre später noch.
    Der BSC Heretsried hat die Flutlichtanlage auf dem saniert und auf LED umgerüstet. Auf die Förderung von rund 12.000 wartet der kleine Verein allerdings auch anderthalb Jahre später noch. Foto: Sebastian Richly

    Für den FC Bayern München mögen 12.000 Euro nicht der Rede wert sein, für den BSC Heretsried ist es viel Geld. Seit rund anderthalb Jahren wartet der kleine Verein aus dem Holzwinkel auf diese Summe. Dem Vorsitzenden Jürgen Schuster und seinen Mitstreitern geht es aber nicht nur ums Geld, sondern um deutlich mehr.

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    BSC Heretsried: Verein wartet auf Förderung in Höhe von 12.000 Euro

    „Auf was soll man sich dann noch verlassen können, wenn nicht auf die Zusagen des Verbandes“, fragt Schuster. Was war passiert? Der BSC stellte 2022 einen Förderantrag für die Umrüstung seiner Flutlichtanlage auf LED. Dieser wurde vom bayerischen Landessportverband (BLSV) auch genehmigt. Der Verband sollte 45 Prozent der Gesamtkosten übernehmen.

    „Dabei sind wir deutlich unter den eigentlich angedachten Kosten geblieben, wodurch wir dem Verband auch noch etwas gespart haben.“ Am Ende beliefen sich die Ausgaben auf 29.000 Euro. Eingereicht wurde das Projekt mit einer fast doppelt so hohen Summe. Die Gemeinde Heretsried beteiligte sich mit 5000 Euro, die restlichen 12.000 Euro zahlte der Verein. Der BSC verfügt über 350 Mitglieder, die fehlende Summe ist fast so groß wie die Mitgliedsbeiträge aus einem Jahr. Hinzu kommt, dass eine zugesagte Bundesförderung von 5000 Euro mittlerweile zurückgezogen wurde.

    Im Dezember 2024 wurden die Arbeiten fertiggestellt. Seitdem freut man sich beim BSC über niedrigere Stromkosten und helleres Licht während des Trainingsbetriebs. Jährlich werden rund 1300 Euro eingespart. Dass man aber nun seit rund anderthalb Jahren auf die zugesagten 12.000 Euro warten muss, versteht trotzdem niemand. „Wir werden deshalb nicht zusperren müssen, aber es schädigt einfach das Vertrauen. Gerade bei zukünftigen Maßnahmen werden wir zweimal hinschauen müssen“, so Jürgen Schuster, der eigentlich bereits das nächste Projekt geplant hatte.

    Kleiner Verein: BSC Heretsried kritisiert Förderpraxis im Sport

    Eine Bewässerungsanlage sowie Flutlicht für das Hauptfeld stehen auf der Wunschliste des Vereins. Kostenpunkt: rund 90.000 Euro. Ein Projekt, das ohne eine Förderung für den BSC Heretsried nicht zu stemmen wäre. „Sollten wir da auch so lange auf das Geld warten müssen, dann könnte es eng werden. Deshalb müssen wir abwägen, ob wir das wirklich riskieren wollen, schließlich stehen wir in der Verantwortung“, erklärt Jürgen Schuster. Der 49-Jährige wünscht sich Planungssicherheit.

    BSC-Vorsitzender Jürgen Schuster sieht die kleinen Vereine benachteiligt.
    BSC-Vorsitzender Jürgen Schuster sieht die kleinen Vereine benachteiligt. Foto: Sebastian Richly

    „Uns geht es jetzt nicht darum, alles gefördert zu bekommen, wir machen auch vieles in Eigenregie. Aber von uns Ehrenamtlichen wird erwartet, dass wir alles professionell vorbereiten und in die Wege leiten und am Ende müssen wir auf unser Geld warten und stehen im Regen. Man hat einfach das Gefühl, dass es nur noch um die Großen geht und die Kleinen keine Rolle mehr spielen“, so Schuster.

    Auch für Norbert Graßmeier vom BLSV ist die Situation in Heretsried ein Unding. „Ich habe direkt nachgefragt, weil die Vereine auf das Geld angewiesen sind und so etwas einfach nicht geht.“ Allerdings sei auch der stellvertretende Kreisvorsitzende machtlos. „Wir haben das schon an den Bezirk weitergeleitet. Angeblich hat die Politik die Gelder noch nicht ausbezahlt und dann kann auch der Verband nichts machen“, erklärt Graßmeier, für den das Verhalten der Politik ein „No-Go“ ist. Der Beisitzer im Bezirksverband hofft, dass die Gelder bald gezahlt werden.

    BSC Heretsried: Nächstes Projekt auf der Kippe

    Das hofft auch Jürgen Schuster, der prinzipiell das System kritisiert. Auch das neue Förderprogramm „Sport-Milliarde“ sieht er nicht nur positiv. Dort werden größere Projekte gefördert, wobei die Fördersumme mindestens 250.000 Euro betragen muss. Insgesamt können bis zu 75 Prozent der Kosten vom Bund übernommen werden.

    Schuster sieht hier die kleineren Vereine ausgeschlossen. „Das ist prinzipiell gut und kann in größeren Gemeinden, in der mehrere Vereine eine solche Anlage nutzen, sinnvoll sein, aber wir als kleiner Verein können uns doch nicht einen solchen Luxusbau leisten. Das wäre auch völlig unverhältnismäßig“, so Schuster, der aber auch sagt. „Wenn mehrere Nachbarvereine sich gemeinsam bewerben könnten, dann wäre das eine andere Sache. Die Idee ist gut, aber nicht zu Ende gedacht.“

    Bis dahin werden Schuster und Co. weiter schauen, welche Möglichkeiten es gibt. Erst vor Kurzem wurde die neue Zisterne fertiggestellt, die Regenwasser nutzt, um die Plätze zu bewässern. Die 5000 Euro wurden zu 80 Prozent vom Regionalbudget, dem Förderprogramm der ILE Holzwinkel und Altenmünster übernommen. Damit die Fußballer auch in Zukunft auf einem entsprechend gewässerten Rasen spielen können. Doch am wichtigsten ist ihnen die Planungssicherheit, die ohne zugesicherte Zahlungen massiv beeinträchtigt wird.

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