Seit wenigen Tagen sitzt Bettina Stadlmayer im Rathausstuhl. Sie ist die neu gewählte Bürgermeisterin in Heretsried und löst damit den scheidenden Bürgermeister Heinrich Jäckle ab. Mit neuen Ideen, viel Engagement und einem Blick für die Menschen will die 39-Jährige ihr Heimatgemeinde weiter voranbringen. Was die einzige Büergemeisterin im Holzwinkel antreibt.
Das ist Heretsrieds neue Bürgermeisterin
Stadlmayer ist in Aichach geboren und in Edenried, einem kleinen Stadtteil mit rund 200 Einwohnern aufgewachsen. Sie liebt das Dorfleben mit seinen Besonderheiten. Es lässt sich viel bewegen, wenn der gemeinschaftliche und starke Zusammenhalt stimmt. „Die Eigenheiten, Sitten und Bräuche wie auch das große ehrenamtliche Engagement machen das Leben hier so besonders“, betont sie. „Eine Dorfgemeinschaft lebt vom Mitmachen.“ Dass sie keine gebürtige Heretsriederin ist, sieht sie nicht als Nachteil. Sie stehe allen Herausforderungen, jedem Mitbürger und jeder Mitbürgerin offen und neutral gegenüber. Durch ihre persönlichen und familiären Verbindungen ist sie mit den Strukturen und Menschen vertraut. Wichtig ist aber auch, dass sie weiterhin im Austausch bleibt und dazu lernt.
Den Wahlabend hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, ihren Freunden und Unterstützern verbracht. Ihr Mann ist gebürtiger Heretsrieder. Zusammen leben sie mit ihren beiden Kindern (fünfjährige Tochter und dreijähriger Sohn) auf dem Hof der Großeltern. Hier ist sie stark verwurzelt und ehrenamtlich aktiv. Das war auch ein Grund, warum sie sich als Bürgermeisterin beworben hat. Aber auch die vielen positiven Gespräche und die Unterstützung aus der Bürgerschaft haben sie bestärkt, diesen Weg zu gehen.
So tickt Heretsried Bürgermeisterin Bettina Stadlmayer
Einen Moment hat sie gebraucht und überlegt: Ich will gestalten, mir ist die Heimat wichtig. Die 39-Jährige geht mit positiven Gefühlen, aber auch mit Respekt an die neue Aufgabe heran. Als Beamtin bei der Stadt Augsburg, wo sie weiterhin tätig bleiben wird, kann sie künftig beide Aufgaben miteinander verbinden.
Frauen sind in den heimischen Rathäusern unterrepräsentiert. Ob sie als Frau einen anderen Blick mitbringt, sei nicht die Frage des Geschlechts, so Stadlmayer. „Jeder Mensch bringt seine eigenen Erfahrungen und Perspektiven mit.“ Entscheidend sei, dass man zuhört, unterschiedliche Sichtweisen zulässt und gemeinsam die beste Lösung findet.
Ihre Freizeit gehört vor allem ihrer Familie. Sie genießt die Natur, wie auch ab und zu einen geselligen Abend mit Freunden. Entspannen kann Stadlmayer bei der Gartenarbeit. Vorbilder hat sie nicht. Sie orientiert sich an Menschen, die Verantwortung übernehmen, dabei bodenständig bleiben und sich mit Herzblut für andere einsetzen.
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