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Der Diedorfer Nicolai Tortuga reist mit Feuerwehrauto „Ludwig“ von Augsburg nach Afrika

Interview

Mit einem Feuerwehrauto nach Afrika: Was haben Sie auf der Reise gelernt?

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    Von der Küste Spaniens bis zu den verschneiten Straßen im Atlasgebirge – auf ihrer Reise nach Kapstadt erleben Nicolai Tortuga und Ludwig immer neue Bedingungen.
    Von der Küste Spaniens bis zu den verschneiten Straßen im Atlasgebirge – auf ihrer Reise nach Kapstadt erleben Nicolai Tortuga und Ludwig immer neue Bedingungen. Foto: Collage: Nicolai Tortuga

    Am 6. Dezember startete der Diedorfer Nicolai Tortuga vom Bismarckturm in Steppach mit dem 45 Jahre alten Feuerwehrauto „Ludwig“ seine Reise in Richtung Kapstadt. Der 32-Jährige hält während der Sommermonate an Schulen Vorträge, in denen er über seine Drogensucht und die Bewältigung dieser erzählt. Zudem engagiert er sich mit seinem Verein „Schild der Klarheit“ für seelische Gesundheit und Bewusstsein. Auf seinen Social-Media-Accounts dokumentiert er seine Reise mit „Ludwig“ und will den Menschen damit Hoffnung geben. Wie seine Reise läuft, was ihn Afrika lehrte und wie „Ludwig“ Verbindungen schafft.

    Wie kommen Sie auf Ihrer Reise voran?

    EIN SPRICHWORT, DAS MICH SEHR BEGLEITET, IST EINE JAPANISCHE WEISHEIT: „Der Hase ist zwar schneller als die Schildkröte, aber die Schildkröte weiß mehr über den Weg.“ Genauso fühlt sich diese Reise an. Seit unserem Start im Augsburger Land sind Ludwig und ich durch sechs Länder gefahren: Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und inzwischen Marokko. Von rund 20.000 Kilometern haben wir etwa 4.500 zurückgelegt.

    Nach Marokko kamen Sie erst im vierten Versuch.

    TORTUGA: „Ja, Ludwig trug noch sein Blaulicht und den Schriftzug ‚Freiwillige Feuerwehr‘. Die deutschen Sondergenehmigungen reichten den Behörden nicht aus. Zwischen dem 31. Dezember um 23 Uhr und dem 1. Januar um 10 Uhr versuchten wir mehrfach die Einreise, bis wir schließlich passieren durften. Seitdem hat sich vieles ergeben. Begegnungen mit Einheimischen, spontane Einladungen auf einen Hof. Wir standen auf dem Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas mit 4.167 Metern. Zwei Tage Aufstieg durch kleine Bergdörfer, vorbei an Eseln, die dort noch als Transportmittel dienen. Und auf dem Rückweg schenkte mir ein Schotte eine Dattel, als mir auf dem Gipfel die Energie fehlte. Ich habe gelernt, dass Planung wichtig ist, aber Flexibilität alles entscheidet. Afrika entschleunigt. Der Weg ist das Ziel.“

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