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Ersatzbau für Bienenhäuschen sorgt für Ärger in Deuringen

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Deuringen: Warum ein kleines Haus auf einem Spielplatz für große Diskussionen sorgt

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    Der Ersatzbau sorgt für Ärger bei den Anwohnern.
    Der Ersatzbau sorgt für Ärger bei den Anwohnern. Foto: Anwohner

    Kleine Hütte, große Aufregung: Die Anwohner rund um den Spielplatz am Rotspitzweg in Deuringen sind nicht begeistert von dem Häuschen, das ihnen da jetzt vor die Nase gesetzt wurde. Es soll als Ersatz für das alte Bienenhäuschen dienen, das abgerissen werden musste.

    Das Bienenhäuschen auf dem Spielplatz Rotspitzweg musste abgerissen werden.
    Das Bienenhäuschen auf dem Spielplatz Rotspitzweg musste abgerissen werden. Foto: Anwohner

    Das Bienenhaus war aus Holz und hatte ein Walmdach mit Spitzdach, optisch angelehnt an die benachbarte Villa. Nachdem klar war, dass das marode Bienenhaus abgerissen werden muss, sei das Bauamt auf den Jugendrat zugegangen, erinnert sich der damalige Jugendratsvorsitzende Jan Dengel. Der Jugendrat fand, dass Ersatz gebraucht wird, und machte sich Gedanken, wie ein Nachfolgemodell aussehen könnte. Die jungen Stadtberger hatten mehrere Vorschläge zur Auswahl. Sie entschieden sich für einen fünf Meter langen und rund 2,70 Meter breiten Pavillon aus Holz mit Sitzbank und Tisch.

    Was war passiert?

    Doch das Häuschen, das der Bauhof dann auf dem Spielplatz aufstellte, hatte mit dieser Idee nichts zu tun. Weder ist es aus Holz gebaut, noch hat es die Form eines Pavillons. Stattdessen steht dort nun eine Stahlkonstruktion mit glatten Wänden in grünen und blaugrauen Farbtönen und offenen Zugängen an mehreren Seiten. Auf viele Betrachter wirkt es eher wie ein Buswartehäuschen. Ein Anwohner schlug deshalb vor, es an eine Bushaltestelle zu versetzen oder als Unterstand auf einen Sportplatz zu stellen. Was war passiert?

    So sah der Vorschlag des Jugendrates aus.
    So sah der Vorschlag des Jugendrates aus. Foto: Archiv

    Die Stadträte erinnerten sich daran, dass sie der Haushaltsposition „Pavillon auf dem Spielplatz Rotspitzweg“ zugestimmt hatten. Das Ergebnis sei aber kein Pavillon, wie einige zugaben. Lobende Worte fand niemand für den Ersatzbau, als Fotos davon im Stadtrat gezeigt wurden. Inzwischen stehen ein Tisch und zwei Sitzbänke in der Hütte. Eine Mitarbeiterin des Bauamtes merkte in derselben Sitzung an, dass der Neubau weniger Wartungsarbeiten verursachen würde als ein Holzbau, der immer wieder gestrichen werden müsste. Die Anwohner befürchten aber, dass auf den leeren, flachen Wänden erst recht Raum für Graffiti und Vandalismus geschaffen worden sein könnte.

    Stadtrat Matthias Künzel (SPD) betonte im Stadtrat, dass das Ergebnis nichts mit dem Vorschlag des Jugendrats zu tun habe. Jan Dengel berichtet, dass die damaligen Jugendratsmitglieder von dem Ergebnis nicht begeistert seien: „Das, was da steht, wollten wir so nicht“. Inzwischen ist der Jugendrat neu gewählt. Die aktuellen Mitglieder haben sich am Montag mit dem Häuschen auf dem Spielplatz befasst.

    Wie geht es mit dem Häuschen auf dem Spielplatz weiter?

    Das Bauamt wartet jetzt auf das Ergebnis dieser Besprechung. Natürlich sei Metall nicht so schön wie Holz, hieß es aus dem Bauamt. Mit einer Stahlkonstruktion sei man aber auf der sicheren Seite. Sie sei langlebiger und weniger anfällig für Vandalismus. Beim alten Bienenhaus aus Holz seien Latten abgetreten worden, es habe Drogenverstecke gegeben und man konnte die Kinder, die gerade draußen spielen, von der Hütte aus nicht so gut sehen wie jetzt mit den teils offenen Wänden. Mit der neuen Stahlkonstruktion habe man langfristig Steuergelder sparen wollen, so das Bauamt. Das Fundament habe es nicht ermöglicht, den vom Jugendamt vorgeschlagenen Holzpavillon aufzustellen. „Die Pläne waren nicht umsetzbar“, hieß es hier.

    „Unglücklich“ sei es, dass das neue Häuschen schon mehrfach als „hässlich“ bewertet wurde. Man könnte beispielsweise statt der blaugrauen und grünen Platten, die jetzt an der Stahlkonstruktion aufgehängt sind, eine Holzvertäfelung anbringen, so das Bauamt. Die natürliche Begrünung drumherum, etwa die Buchen, musste 2011 abgeholzt werden. Das wirke sich nun ebenfalls negativ auf die Optik aus.

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