Alle hatten sie tüchtig gearbeitet, die Musiker und ihre Freunde. Sie hatten das Zelt aufgestellt, die Einrichtung installiert, Genehmigungen eingeholt und so konnte der Musikverein Fischach als Veranstalter des Volksfests am Mittwochabend zur „Volksfest Opening Party“ einladen. Bunte Lichter und Musik hatten am späten Abend viele Besucherinnen und Besucher angelockt und die hatten friedlich und fröhlich bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. „Es gab keinerlei Zwischenfälle“, betonte der Zweite Vorsitzende Andreas Thoma. „Nach so langer Pause sind wir wieder richtig gut gestartet.“ Die eigentliche Eröffnung fand nun am Donnerstagvormittag statt.
Man konnte sich nur wundern, wie schnell die Musiker und ihre Helfer das große Partyzelt des Vorabends in ein traditionelles Festzelt verwandelt hatten. Ordentlich und frisch geputzt standen Tische und Bänke in dichten Reihen, die Hähnchen drehten sich am Grill und die Bedienungen warteten auf ihren Einsatz. Die Verantwortlichen des Musikvereins wie auch die Musiker sahen schon ein bisschen übernächtigt aus, doch dies tat der guten Laune keinerlei Abbruch. Die Freude, endlich wieder richtig feiern zu können, überwog.
Von guten Ratschlägen unterstützt, zapfte der Bürgermeister das erste Fass an
Richtig feiern konnte auch Lothar Uth. Der ehemalige Dirigent des Musikvereins, Dozent für Tuba am Leopold-Mozart-Zentrum und Tubist der Augsburger Philharmoniker, war aus seiner Wahlheimat Österreich angereist, um mit „alten“ Gefährten seinen 70. Geburtstag zu feiern. Im Weinkühler wartete ein gutes Fläschchen, hatten sich „seine“ Fischacher doch an die Vorlieben des Dirigenten erinnert. Erstaunlich viele Tische im Zelt waren bereits besetzt, als Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier nun routiniert mit wenigen Schlägen das erste Fass anzapfte.
Die guten Ratschläge aus dem Vorstand und Ehrenvorstand des Vereins, wie auch des Vertriebsleiters der Brauerei Schmid Ustersbach, Wolff-Ullrich Hoppert, unterstützten ihn dabei. Dazu spielte das Große Blasorchester des Musikvereins mit dem Bayerischen Defiliermarsch und einem „Prosit“ zünftig auf. Bis zum Sonntag werden die Tage und vor allem die Nächte in Fischach wohl lang werden, die Mitglieder des Musikvereins werden gefordert sein, doch ein gelungenes Volksfest wird sicherlich wieder die Gemeinschaft stärken und auch künftig ein fester Termin in Fischach und Umgebung sein.